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BILT Bridging Konferenz in Nairobi, Kenia: Going green and digital – TVET for hospitality and tourism

Im November wurde die erste hybride BILT-Bridging Konferenz in Afrika im Rahmen des BILT Projekts gemeinsam von UNESCO-UNEVOC und dem BIBB in Nairobi, Kenia durchgeführt. Ausgerichtet wurde das Event von der Technical and Vocational Education and Training Authority (TVETA), Co-Host war die African Union.

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Die Konferenz brachte 57 TVET-Akteure, darunter Berufsbildungsanbieter, politische Entscheidungsträger, Forschungseinrichtungen und Branchenvertreter aus Afrika, Europa und Asien zusammen, um gemeinsam den wachsenden Bedarf an grünen und digitalen Kompetenzen und Qualifikationen im Gastgewerbe- und Tourismussektor zu diskutieren. Mehr als 200 Online-Teilnehmende trugen über eine virtuelle Konferenzplattform zu den Diskussionen bei.

Kipkirui Langat, Generaldirektor des Gastgebers TVETA, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte zusammen mit Stephen Jackson, UN Resident Coordinator für Kenia, Hubert Gijzen, Direktor des UNESCO Regional Office, Florence Indede, Vorstand TVETA, Julius Melly Kibiwot, Vorsitzender des Abteilungsausschusses für Bildung und Forschung im Kenianischen Parlament, Catrin Hannken, Unterabteilungsleiterin für Berufliche Bildung am BMBF sowie mit dem Cabinet Secretary des kenianischen Bildungsministeriums, Ezekiel Machogu, die Teilnehmenden vor Ort und online. 

Die Veranstaltung richtete sich in erster Linie an Fachexpertinnen und -experten aus dem Berufsbildungssektor Gastgewerbe und Tourismus. Für diese Zielgruppe entwarf Natalia Bayona, Direktorin der Innovation, Education and Investments Unit der Weltorganisation für Tourismus (UNWTO), in ihrer Keynote konkrete Rahmenbedingungen für die digitale und grüne Transformation. Dabei betonte sie die Wichtigkeit von Innovationen im Bildungsbereich um Nachwuchskräfte zielgerichtet auf zukünftige Anforderungen am Arbeitsplatz vorzubereiten. 

Mit dem Megatrend Digitalisierung, der tiefgreifende strukturelle Veränderungen für den globalen Arbeitsmarkt mit sich bringt, wird auch im Gastgewerbe- und Tourismussektor das Automatisierungspotential bestimmter Bereiche zur Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Kostensenkung immer größer. Darüber hinaus können Unternehmen durch die Einbindung von digitalen Tools und Plattformen ihre Reichweite steigern und die Kommunikation mit ihren Kunden verbessern. Gleichzeitig setzen sich immer mehr Kunden vor und während der Reise mit verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit auseinander. Die Forderung nach einer naturverträglichen sowie klimaneutralen Gastgewerbe- und Tourismusindustrie wird immer lauter.
Vor dem Hintergrund dieser grünen und digitalen Transformation müssen bestehende Berufsprofile im Gastgewerbe- und Tourismussektor grundlegend reformiert und an die neuen Kompetenzanforderungen angepasst werden. Eine überwältigende Anzahl von Konferenzteilnehmern betonte die Notwendigkeit von Investitionen, um Fachkräfte jetzt weiterzubilden und mit der wachsenden Nachfrage nach Digitalisierung und Nachhaltigkeit Schritt zu halten.

Die Bridging Konferenz trug dieser Forderung Rechnung, indem sie die Gründung der neuen BILT Expertengruppe zur dual green and digital transition in den Mittelpunkt stellte.

BILT-Expertengruppe zur dualen grünen und digitalen Transition (2023-2024)

Die neue BILT Expertengruppe wird TVET-Stakeholder im Gastgewerbe- und Tourismussektor dabei unterstützen, Berufsprofile zu reformieren und diese um neue grüne und digitale Kompetenzen zu ergänzen. Um den inhaltlichen Schwerpunkt sowie konkrete Arbeitsaufträge bestmöglich an die aktuellen Herausforderungen und Bedarfe der globalen TVET-Community anzupassen, wurden in Design Thinking Workshops mit den Teilnehmenden vor Ort und online der vorläufige Konzeptentwurf zur Expertengruppe diskutiert und überarbeitet sowie weitere Handlungsempfehlungen erarbeitet.

BILT ATLAS 

Ein neues digitales Tool, das während der Konferenz eingeführt wurde, ist der „BILT Atlas of emerging trends in new qualifications and competencies in TVET“. Dieses online Tool stützt sich auf die Ergebnisse einer BILT-Umfrage aus dem Jahr 2021 und fasst Daten und Trends hinsichtlich der Identifizierung, Integration und Implementation von neuen grünen und digitalen Berufsbildungskompetenzen in Afrika Subsahara zusammen. Berufsbildungseinrichtungen weltweit sind eingeladen, diese Ressource, die aktuelle Fallstudien und Handlungsmöglichkeiten aufzeigt, zu konsultieren, um agile und nachhaltige Berufsbildungssysteme aufzubauen, die auf Veränderungen in der Arbeitswelt reagieren können.

Um den interregionalen Wissensaustausch weiter zu fördern, wird der BILT-ATLAS auch auf die Regionen Asien-Pazifik und Europa ausgeweitet.

Die erste hybride Veranstaltung in der BILT-Zielregion Afrika-Subsahara zeigte eindrucksvoll, wie wichtig der persönliche Austausch innerhalb der regionalen und auch globalen Berufsbildungsgemeinschaft ist. Dabei können vor allem der Austausch von innovativen und erfolgreichen Praxisbeispielen sowie Peer-Learning Aktivitäten dazu beitragen, die grüne und digitale Transformation der Wirtschaft und Gesellschaft voranzutreiben.

Folgende innovative Beispiele aus der Berufsbildungspraxis wurden online und offline vorgestellt:

Ausblick 2023

Auch für das Jahr 2023 sind Veranstaltungen im Rahmen der BILT Bridging Line geplant: Im Juni 2023 wird die BILT Bridging Konferenz für Asien stattfinden, bevor Ende des Jahres zum globalen BILT Learning Forum in Bonn eingeladen wird. 
Schwerpunktthemen und -sektoren bleiben im BILT-Projekt weiterhin grüne und digitale Qualifikationen und Kompetenzen für die Gastgewerbe- und Tourismusindustrie. Im folgenden Jahr wird BILT neue erfolgreiche und innovative Berufspraktiken identifizieren und vorstellen sowie die Webinar-Reihe der Learning Labs fortführen.

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