Nationale Weiterbildungskonferenz 2025
Dokumentation
Auf der Nationalen Weiterbildungskonferenz am 27. November 2025 in Berlin gaben die Partner der Nationalen Weiterbildungsstrategie (NWS) ein gemeinsames Signal zur Fortentwicklung der Weiterbildung in Deutschland. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) haben die Konferenz in Zusammenarbeit mit den Partnern der NWS ausgerichtet.
Die eintägige Veranstaltung im Gasometer auf dem EUREF-Campus in Berlin brachte mehr als 500 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Sozialpartnern und Weiterbildungspraxis zusammen. Es wurden Wege diskutiert, wie berufsbezogene Weiterbildung in Deutschland transparenter, zugänglicher und wirksamer gestaltet werden kann – für Beschäftigte, Unternehmen und alle, die neue berufliche Chancen nutzen möchten.
Die Konferenz markierte zugleich den Auftakt zur Fortführung der NWS in der 21. Legislaturperiode und stellte das von 17 Partnern aus Bund, Ländern, Sozialpartnern, Kammern und der Bundesagentur für Arbeit gemeinsam erarbeitete Fortsetzungspapier in den Mittelpunkt: "Weiterbildung 2030: Chancen eröffnen, Qualifizierung stärken, Zukunft sichern!"
Die Moderatorin Dr. Julia Kropf führte durch die Veranstaltung.
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Eröffnung und Begrüßung
Begrüßungsgespräch mit Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, moderiert von Dr. Julia Kropf
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„Lernen ohne Grenzen – Perspektiven des OECD-Generalsekretärs zur Rolle der Weiterbildung angesichts aktueller globaler Herausforderungen“
Keynote Live-Zuschaltung des OECD-Generalsekretärs Mathias Cormann
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„Weiterbildung 2030 – Chancen eröffnen, Qualifizierung stärken, Zukunft sichern!“
Es diskutierten Bärbel Bas (BMAS), Karin Prien (BBMBFSFJ), Christina Ramb (BDA), Elke Hannack (DGB), Andrea Nahles (BA), Dr. Torsten Kühne (Land Berlin), Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser (BIBB)
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„Arbeit, Weiterbildung und Identität in der Transformation: Eine philosophische Annäherung“
Keynote Live-Zuschaltung von Prof. Dr. Lisa Herzog, Professorin für Politische Philosophie an der Universität Groningen, Niederlande
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Abschlusspanel: „Weiterbilden. Weiterkommen. Weiterbildungskultur auch in Zukunft gemeinsam stärken!“
Im Abschlusspanel diskutierten Katja Mast (BMAS), Mareike Wulf (BMBFSFJ), Prof. Dr. Nicola Fuchs-Schündeln (Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung), Prof. Dr. Berthold Vogel (Soziologisches Forschungsinstituts Göttingen), Birgit Steinborn (Siemens AG), Dr. Stefan Baron (AgenturQ). Zu Beginn des Abschlusspanels wurden die Diskussionsergebnisse der Sessions auf der Bühne vorgestellt.
Inhaltliche Sessions der Nationalen Weiterbildungskonferenz: Themen und Beiträge
Moderation: Dr. Roland Peter, Kultusministerium Baden-Württemberg
Im Mittelpunkt der Session stand die arbeitsorientierte Grundbildung. Anhand von vier Fallbeispielen wurden Wege aufgezeigt, durch Kooperationen unterschiedlicher Einrichtungen eine erfolgreiche Zusammenarbeit – über Strukturgrenzen hinweg – zu gestalten. Im Format eines World Cafés wurden die vier Ansätze in kurzen Impulsen vorgestellt und anschließend an Thementischen diskutiert und vertieft.
Am Thementisch „Grundbildung verankern – Wege der Zusammenarbeit“ sprachen Dr. Theresa Hamilton (Stiftung Grundbildung Berlin), Johanna Lambertz (Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg gGmbH) und Winfried Leitke (Jobcenter Berlin Spandau) zu Ansätzen und Erfahrungen am Beispiel des Jobcenter Berlin Spandau.
Am Thementisch „Arbeitsorientierte Grundbildung im SGB II – neue Bündnisse“ präsentierten Lea Gottschick (VHS Friedrichshafen) und Barbara Mayer (Jobcenter Bodenseekreis) die Zusammenarbeit zwischen der VHS Friedrichshafen und des Jobcenters Bodenseekreis.
Am Thementisch „Win-win-Effekte der AoG – Wie Unternehmen für Kurse gewonnen werden“ sprachen Stefan Gerhard (Ok.go MobilitätsAG), Sabine Kmoch und Michael Nanz (Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd e.V.) zu den Ansätzen und Erfahrungen ihrer Institutionen.
Am Thementisch „Digitale Lernangebote für die Arbeitswelt“ präsentierten Gabi Netz und Michael Thiel (Deutscher Volkshochschul-Verband e.V.) zum Fallbeispiel des vhs-Lernportals.
Moderation: Susanne Müller, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und Mario Patuzzi, Deutscher Gewerkschaftsbund Bundesvorstand
Ziel der Session war es, Maßnahmen zur Verbesserung der abschlussorientierten Qualifizierung von Menschen ohne (verwertbaren) Berufsabschluss vorzustellen und Impulse für die Weiterentwicklung von flexiblen Wegen in der Nachqualifizierung zu setzen. Hierzu wurden Erfahrungen der vom BMBFSFJ geförderten TQ-Projekte vorgestellt, über den aktuellen Sachstand aus der BIBB-Hauptausschuss-Arbeitsgruppe zu Teilqualifikationen informiert und am Beispiel von weiteren Praxisprojekten Umsetzungsperspektiven für abschlussorientierte Nachqualifizierung erörtert.
Zu Beginn wurden die Teilnehmenden gebeten, an drei Stellwänden in drei Etappen drei Fragestellungen zu diskutieren:
- Projekt TQHW – Teilqualifikation im Handwerk (ZWH): Wie werden Teilqualifikationen entwickelt
- Projekt ETAPP (BDA): Für welche Zielgruppen sind Teilqualifizierungen besonders geeignet
- Projekt „Chancen nutzen!“ (DIHK): Welche Partner werden in den Regionen gebraucht, um Teilqualifikationen zu einem erfolgreichen Weg der Nachqualifizierung zu machen?
Im Anschluss diskutierten die Anwesenden zu Werkstattberichten aus der BIBB-AG Teilqualifikationen und der Continental AG. Mario Patuzzi (DGB) präsentierte den aktuellen Sachstand aus der Arbeitsgruppe „Teilqualifikationen“ des Hauptausschusses des BIBB. Sebastian Borchers (Continental AG) stellte Umsetzungsperspektiven für abschlussorientierte Nachqualifizierung am Praxisbeispiel der Continental AG vor.
Gesamtmoderation: Dr. Anett Brauner, Zentralverband des Deutschen Handwerks e. V. und Dr. Roman Jaich, ver.di Bundesverwaltung
Im Fokus der Session standen zwei Fragen: Wie kann es gelingen, in einer stark vom Wandel der Arbeitswelt betroffenen Branche zielgruppengerechte Weiterbildung zu konzipieren und durchzuführen? Wie kann es gelingen, dabei alle Beschäftigtengruppen zu erreichen? Am Beispiel einer Branche wurde mit einem multiperspektivischen Ansatz und einer Fishbowl-Diskussion unter Einbezug der Teilnehmenden Antworten gesucht.
Zur Diskussion der Frage „Wie kann es gelingen, zielgruppengerechte Weiterbildung zu konzipieren und durchzuführen?“, wurde das Projekt „LBT Forward“ aus dem BMBFSFJ-geförderten Programm InnoVET vorgestellt. Im Zentrum dieses Projektes steht ein überarbeitetes Berufslaufbahnkonzept mit Bildungsangeboten auf den DQR-Niveaus 4 bis 7 sowie ein kontinuierliches Berufsmonitoring, durch das die Berufsbildung in der Land- und Baumaschinen-Branche modernisiert werden soll.
In der Diskussion um die Fragestellung „Wie gelingt es, mit den Angeboten auch alle Zielgruppen zu erreichen?“ wurde Weiterbildungsmentoring als Ansatz hervorgehoben, der auch den Zugang zu sonst nur schwer erreichbaren Zielgruppen erleichtern kann. Eine Mentorin der Landwirtschaftskammer Niedersachsen berichtete vor Ort aus der Praxis sowohl von positiven Erfahrungen – etwa durch die Zusammenarbeit mit Kolleg*innen und Qualifizierungsmöglichkeiten – als auch von Herausforderungen wie fehlender Unterstützung im Betrieb. Ergänzend stellte Prof. Dr. habil. Uwe Elsholz, FernUniversität Hagen Ergebnisse aus seiner Begleitforschung zu drei gewerkschaftlichen Projekten vor.
Den Abschluss bildete eine Diskussion im Fish-Bowl Format.
Moderation: Dr. Catrin Hannken, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Die Session beleuchtete innovative Ansätze der formalen Weiterbildung zur Förderung flexibler Ein-, Um- und Aufstiege. Ausgehend von Projekt- und Praxisbeispielen einer Zukunftsbranche (Klimahandwerk) wurden Potenziale und Grenzen innovativer Laufbahnkonzepte für verschiedene Berufsfelder und Zielgruppen betrachtet, wobei auch die Attraktivität beruflicher Bildung im Fokus stand. In einem Panelgespräch wurden diese Themen gemeinsam mit Experten aus dem Publikum diskutiert.
Den Auftakt machten Axel Kaufmann (Bundesinstitut für Berufsbildung) und Dr. Martina Schmitt (Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend). Sie präsentierten zu den Vorhaben des BMBFSFJ im Bereich Teilqualifikationen und stellten die Initiative „Transformation² –
Flexible und innovative Karrierepfade für die Klimawende“ (BMBFSFJ, ZDH, DGB, IGM und BIBB) vor.
Es folgte ein Bühnengespräch zum Projekt ZukunftSHandwerk Santär-, Heizungs- und Klimatechnik mit Christoph Acker (Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und Anke Hallwaß (Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk e. V.). Die Verbundpartner des Projekts ZukunftSHandwerk sind die ZWH, der Zentralverband SHK, die Innung Köln SHK und das FBH (Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk).
Den Abschluss der Session bildete eine Paneldiskussion mit offener Publikumseinbindung. Die Paneldiskussion konzentrierte sich auf die Themen Flexibilität und Digitalisierung in der Ordnungsarbeit, Weiterbildung und Qualifizierung in Industrie und Handwerk sowie Herausforderungen bei der Umsetzung von Weiterbildungsmaßnahmen.
Moderation: Barbara Hemkes, Bundesinstitut für Berufsbildung
Wie können die Herausforderungen von Transformation und Strukturwandel in der Arbeitswelt durch Kooperationen erfolgreich gestaltet werden, und wie tragen Beratungsnetzwerke in diesem Kontext zum Gelingen bei? Anhand von drei ausgewählten Praxisbeispielen wurde aufgezeigt, wie regionale Zusammenarbeit die Weiterbildung im Strukturwandel stärkt und darüber hinaus Impulse für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit setzen kann.
Folgende Personen stellten ihre Netzwerke vor:
- Thomas Otto (Arbeitskammer des Saarlandes): Der Weiterbildungsverbund Saarland
- Sonja Jahnen (Agentur für Arbeit Saarland): Die Arbeitsmarktdrehscheibe Saarland
- Udo Stohrer (Agentur für Arbeit Aalen): Die Berufliche Weiterbildungs- und Qualifizierungsregion Ost-Württemberg
- Tina Großmann (Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Sachsen-Anhalt) und Lutz Rätz (Landesinitiative „Fachkraft im Fokus“): Weiterbildungsagentur Sachsen-Anhalt
Im Anschluss hieran nahm Prof. Dr. Bernd Käpplinger (Justus-Liebig-Universität Gießen) im Gespräch mit Barbara Hemkes eine wissenschaftliche Einordnung vor. Dabei hob er als besonders kritischen Faktor die Finanzierung von Netzwerken der Weiterbildungsberatung hervor.
Abschließend wurde im Panel darüber diskutiert, wie regionale Zusammenarbeit die Weiterbildung im Strukturwandel stärken und darüber hinaus Impulse für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit setzen kann.
Im Rahmen der NWS werden vielfältige Vorhaben und Projekte zur Stärkung der Weiterbildung umgesetzt. Auf der NWK konnte sich eine Auswahl präsentieren:
- Stand 1
INQA - Zukunftszentren - Stand 2
Weiterbildung Hessen - Stand 3
Future Skills – Zukunftskompetenzen fürs Xpert Business-System - Stand 4
W³Lausitz - Stand 5
hoch & weit – das Weiterbildungsportal der Hochschulen - Stand 6
Qualifizierung und Etablierung von Weiterbildungsmentorinnen und Weiterbildungsmentoren - Stand 7
InnoVET PLUS – der Innovationswettbewerb für eine exzellente berufliche Bildung - Stand 8
landesnetzwerk.weiterbildung-mv - Stand 9
Servicestelle Weiterbildungsagenturen - Stand 10
Gewerkschaftliche Bildungsinitiativen des Deutschen Gewerkschaftsbundes - Stand 11
Teilqualifikationen für die Fachkräftesicherung – BIBB TQ, TQHW (ZWH), Chancen Nutzen (DIHK), ETAPP (BDA) - Stand 12
Berufebot - Kompetenzcenter Beruf und Transformation der Arbeitswelt - Stand 13
„mein NOW“ – Nationales Onlineportal für Weiterbildung - Stand 14
Innovationswettbewerb INVITE – digitale Plattform berufliche Bildung - Stand 15
Mein Bildungsraum – Förderprojekte der digitalen Vernetzungsinfrastruktur für Bildung - Stand 16
Nationale Weiterbildungsstrategie - BIBB-Fachstelle
Nationale Weiterbildungsstrategie - BMAS
Nationale Weiterbildungsstrategie - BMBFSFJ