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Innovationswettbewerb INVITE

Digitale Plattform berufliche Weiterbildung

Mit dem Innovationswettbewerb INVITE (Digitale Plattform berufliche Weiterbildung) soll ein Beitrag zur Optimierung eines innovativen digitalen und sicheren Bildungsraums der berufsbezogenen Weiterbildung geleistet werden.

Innovationswettbewerb INVITE

Dazu gehören die Vernetzung sowie die Weiterentwicklung von internetbasierten Plattformen, Applikationen und Diensten (z. B. Suchmaschinen) sowie die Entwicklung innovativer digitaler Lehr- und Lernangebote. Ziel ist die Verbesserung des Angebots „bottom-up“. Der Innovationswettbewerb ist in die Nationale Weiterbildungsstrategie eingebettet, mit deren fachlichen und organisatorischen Begleitung das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) beauftragt wurde.

Das BIBB wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit der fachlichen und administrativen Begleitung des Innovationswettbewerbs beauftragt und wird von einer externen Digitalbegleitung bei der Umsetzung des Innovationswettbewerbs unterstützt.

Mit der Förderrichtlinie zum Innovationswettbewerb INVITE (Digitale Plattform berufliche Weiterbildung) werden folgende Handlungsbedarfe der Nationalen Weiterbildungsstrategie aufgegriffen:

  1. Verbesserung der Kohärenz im digitalen Weiterbildungsraum für eine breite Zielgruppe durch die Vernetzung von Weiterbildungsplattformen
  2. Qualitative Verbesserung bestehender Weiterbildungsplattformen (aus Nutzerperspektive) durch die Entwicklung und Erprobung plattformbezogener Innovationen
  3. Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung und des individuellen Lernerfolgs durch die Entwicklung und Erprobung von durch Künstliche Intelligenz (KI)-unterstützten Lehr-/Lernangeboten

Mit einer nutzerorientierten digitalen Weiterbildungsinfrastruktur soll die differenzierte individuelle und betriebliche Nachfrage nach berufsbezogener Weiterbildung mit den vielfältigen Angeboten des Markts zusammengebracht werden, so dass die Möglichkeiten für passgenaue berufsbezogene Weiterbildungen erweitert, verbessert und erleichtert werden. Dabei soll der Zugang zu Weiterbildungsangeboten niedrigschwellig gestaltet und an den Lebens- und Arbeitssituationen der Lernenden ausgerichtet werden, um über alle Qualifikationsniveaus hinweg Personen bei ihren berufsbezogenen Entwicklungsmöglichkeiten durch Weiterbildung zu unterstützen.

Gerade kleine und mittlere Betriebe sind darauf angewiesen, ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit durch effiziente und zielorientierte Weiterbildungsprozesse zu verbessern. Damit einher geht, dass berufsbezogene Weiterbildungsprozesse stärker individualisiert und modularisiert gestaltet werden müssen. Hierzu sind plattformbezogene Innovationen und KI-unterstützte Lernräume erforderlich. Hierbei sollen formale ebenso wie non-formale Weiterbildungen berücksichtigt und bereits erworbene Kompetenzen dokumentiert werden. Ferner gilt es, dabei eine Vergleichbarkeit von Weiterbildungsangeboten und -formaten für die Lernenden anhand von nutzerorientierten Standards und Kriterien zu ermöglichen. Diese Standards sollen zum einen anschlussfähig an nationale und europäische Initiativen (z. B. Europass) sein und zum anderen Transparenzkriterien und Verbraucherschutzrechte sowie Barrierefreiheit berücksichtigen.

Was wird gefördert?

Mit dem Innovationswettbewerb INVITE werden im Rahmen von drei Entwicklungsfeldern und einem forschungsorientierten Metavorhaben innovative Projekte gefördert, die folgende Ziele verfolgen:

  • Auf- und Ausbau von Vernetzungsaktivitäten für (a) eine Verbesserung der Kohärenz im digitalen Weiterbildungsraum für die berufsbezogene Weiterbildung, (b) die Erhöhung der Transparenz im Weiterbildungsmarkt sowie (c) die Erhöhung der Beteiligung an berufsbezogener Weiterbildung,
  • Entwicklung und Erprobung digitaler, plattformbezogener Innovationen für eine qualitative Verbesserung bestehender Weiterbildungsplattformen,
  • Entwicklung und Erprobung von mit künstlicher Intelligenz (KI) unterstützten Lehr- und Lernangeboten,
  • wissenschaftliche Studien zur Generierung von anwendungsbezogenen Erkenntnissen zu Themen wie Datensicherheit und Datenauthentizität, Wirkungen von KI-unterstützten Lehr- und Lernangeboten, Weiterbildungsbeteiligung und -verhalten im digitalen Weiterbildungsraum.

Der INVITE-Beirat

Das BMBF hat zur vertieften Reflexion und breiten Kontextualisierung der Wettbewerbsaktivitäten und -ergebnisse einen Beirat einberufen. Der INVITE-Beirat ist mit Personen aus der Weiterbildungspraxis, Politik und Wissenschaft zusammengesetzt.

Die Mitglieder des INVITE-Beirats sind:

Dr. Knut Diekmann, Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK e.V.)

Dagmar Duprée, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung

Jörg Ferrando, IG Metall Bundesvorstand

Marlies Heveling, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Dr. Roman Jaich, ver.di Bildungspolitik

Susanne Müller, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)

Prof. Dr. Peter Parycek, Kompetenzzentrum Öffentliche IT am Fraunhofer FOKUS Institut

Mario Patuzzi, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)

Dr. Sven Rahner, Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Dr. Elmar Schultz, Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

Prof. Dr. Mischa Seiter, Institut für Business Analytics Universität Ulm

Reinhard Völzke, Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW

Mirko Wessling, Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)

Marta Wilke, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Dr. Sascha Zirra, Bundesagentur für Arbeit (BA)

Jury-Verfahren

Der Wettbewerb ist zweistufig gestaltet (Skizzen / Anträge) und richtet sich an Plattformbetreiber, Weiterbildungsanbieter, Wissenschaft (interdisziplinär), Unternehmen (KMU) und weitere technikaffine Akteure der beruflichen Weiterbildung. Die Skizzen werden von einer Jury geprüft und bewertet

Mitglieder der das BMBF beratenden INVITE-Jury sind:

Prof. Dr. Uwe Elsholz, FernUniversität in Hagen

Dr. Tobias Ernst , Kiron Open Higher Education gGmbH

Ulrich Forster, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Dr. Lutz Goertz, mmb Institut – Gesellschaft für Medien- und Kompetenzforschung mbH

Prof. Dr. Ernst Andreas Hartmann, Institut für Innovation und Technik (iit)

Dr. Maribel Illig, Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld

Prof.in Dr. Gesche Joost, Universität der Künste Berlin

Prof. Dr. Antonio Krüger, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH

Dr. Kai Holger Liebert, Global Learning Campus, Siemens AG

Luise Ortloff, acatech, Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e. V.

Prof.in Dipl.-Ing. Dr. Elisabeth Oswald, Universität Klagenfurt

Prof. Dr. Peter Parycek, Kompetenzzentrum Öffentliche IT am Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS

Prof.in Dr. Steffi Robak, Leibniz Universität Hannover

Gewinnerskizzen des Wettbewerbs

Entwicklungsorientierte Begleitforschung zu Standards eines innovativen digitalen Weiterbildungsraumes

Das Metavorhaben zielt auf eine entwicklungsorientierte Begleitforschung zu Standards eines innovativen digitalen Weiterbildungsraumes. Der Erkenntnis- und Innovationsprozess in und zwischen den Projekten soll intensiv gefördert werden.

Implementierung eines adaptiven Weiterbildungsunterstützungssystems im Berufsfeld Pflege

Das Projekt zielt auf den Aufbau eines bundesweiten Netzwerks über eine gemeinsame digitale Lernplattform im Bereich Pflege, die sowohl informell erworbene Kompetenzen diagnostiziert als auch zur beruflichen Entwicklung in der Branche beiträgt. Darüber hinaus wird die Implementierung eines adaptiven Weiterbildungsunterstützungssystems im Berufsfeld Pflege angestrebt. Zudem sollen durch die Integration von bild- und videobasierten Systemen Sprachbarrieren bei Lernenden mit Migrationshintergrund reduziert werden.

KI-basierte, plattformübergreifende Companion-App für lebenslange Lern-Optimierung

Im Fokus des Projekts steht die Entwicklung einer KI-basierten, plattformübergreifenden Companion-App zur Optimierung des Lebensbegleitenden Lernens. Neben formalem Lernen adressiert die App auch nicht-formales Lernen (während der Erwerbsphase, täglich „on-the-job“) und kann den individuellen Lernerfolg in Skill-Profilen erfass-, erfahr- und messbar machen. Personale, soziale und methodische Kompetenzen sollen mittels digitaler Selbsteinschätzung erfasst werden.

Computergestütztes Lernen und Lehren im Handwerk mit interaktiven Assistenzsystemen

Das Projekt zielt auf die arbeitsprozessorientierte Weiterqualifizierung von Fachkräften am Beispiel von Steinmetzen und Tischlern. Der CNC-Lernplatz soll um ein unabhängiges tutorielles Lotsensystem (LS) ergänzt werden, welches die Anleitung und Unterstützung der Lernenden sichert. Zum Einsatz kommen dabei Blended-Learning-Ansätze, Gamification-Elemente und ein Autorentool für E-Learning, das didaktische Hilfen anbietet.

Plattformlösung für bedarfsgerechte, digitale „On-Demand Schulung“ für Produktionsbetriebe der Kunststoffindustrie

Das Projekt strebt eine Plattformlösung für bedarfsgerechte, digitale On-Demand-Schulungen für Produktionsbetriebe der Kunststoffindustrie an. Dabei wird Lernen in die Produktionsanlage integriert. Didaktisch kommen Micro-Learning, adaptives Lernen und Lernen am Arbeitsplatz zum Einsatz. Somit können Lernanlässe aus dem täglichem Arbeitsumfeld direkt in den Weiterbildungsprozess einfließen.

Educational Predictive Analytics API für personalisierte Learning-Experience-Plattformen

Das Projekt kombiniert KI-Ansätze zur verbesserten Personalisierung mit der Entwicklung einer mächtigeren API zur Vernetzung von Plattformen. Zielgruppe des Vorhabens sind KMU.

Empowering Learning – Ermöglichung adaptiven Lernens am Beispiel beruflicher Weiterbildung im ECommerce  

Das Projekt zielt auf die Ermöglichung adaptiven Lernens am Beispiel beruflicher Weiterbildung im E-Commerce. Hierzu soll ein KI-unterstütztes Lern-/Assistenzsystem mit flexiblen, modularisierten Micro-Learning Einheiten bereitgestellt werden. Zielgruppe sind Führungskräfte im Einzelhandel und Quereinsteigende. Somit trägt das Vorhaben zur Qualitätsentwicklung einer bestehenden ILIAS-basierten Lernplattform bei.

Extension einer Weiterbildungsplattform durch attraktive und nutzungsorientierte Datenbankgestaltung; Ausgangspunkt/Entwicklungsschwerpunkt: regionale Weiterbildung Berlin-Brandenburg

Das Projekt zielt auf die Vernetzung der regionalen Weiterbildungsdatenbank Berlin (WDB) und des Suchportals Berlin/Brandenburg (Suchportal BB) mit anderen regionalen und überregionalen Datenbanken und Plattformen. Zur Nutzerorientierung tragen die individuellen Lernpfade und die Begleitung der Lernfortschritte mit personalisierten Lernempfehlungen bei. Zum Einsatz kommt dabei eine auf Gamification (Avatar) basierende Nutzeroberfläche, zudem sollen Mikrozertifikate ausgestellt werden.

Entwicklung eines bundesweiten Weiterbildungsportals des Handwerks

Das Projekt zielt auf die Entwicklung eines bundesweiten Weiterbildungsportals des Handwerks, das bestehende Plattformen, Verwaltungssysteme und Lernmanagement-systeme der Bildungsanbietenden interoperabel vernetzt und zusätzliche Plattformservices anbietet.

InfoWebWeiterbildung: Personalisierter Lern-Umgebungs-Suchraum

Die Zielstellung des Projekts ist der Ausbau der etablierten Plattform „InfoWebWeiterbildung“ (IWWB), die durch eine erweiterte personalisierte Lern-Umgebung die Suche in Datenbanken verbessern und die Qualität von Online-Weiterbildungsangeboten erhöhen soll. Die vorhandene Infrastruktur soll um digitale Angebote erweitert und in ein einheitliches Kompetenzprofil, z. B. Europass, überführt werden. Zum Einsatz kommen sollen digitale Assessments oder ein Chatbot zur Erfassung der Präferenzen und eigenen Fähigkeiten der Lernenden sowie auf Lernpräferenzen basierende personalisierte KI- Suchassistenten zur Aufbereitung der Angebote.

Steigerung der Effizienz, Effektivität und Nachhaltigkeit des Lernens auf Weiterbildungsplattformen durch smarte nutzendenindividuelle Lernmaterialbereitstellung und einem dialogorientiertem Tutoringsystem (Knowledge based learning platform with Artificial Intelligent structured content)

Ziel ist die Gestaltung eines dialogorientierten Tutoringsystems in Form von individuellen Learning Journeys zur Erhöhung der Lerneffektivität. Eingesetzt werden soll ein KI-basierter, adaptiver Lernalgorithmus, der mittels eines Voice- und Chatbots zur Lernerfolgskontrolle beiträgt. Die Verifikation der Zuordnung von Lernmedien und Lernenden erfolgt durch ein Wizard-of-Oz Experiment. Das heißt, während des Experiments nimmt die Testperson an, dass sie mit einem KI-System kommuniziert, wobei in Wirklichkeit auf der anderen Seite eine reale Person die Reaktionen des Systems simuliert.

Kontextbasierte und adaptive Maßnahmen für effektive Lernunterstützung in der Online-Weiterbildung

Das Projekt entwickelt KI-unterstützte kontextbasierte und adaptive Maßnahmen für eine effektive Lernunterstützung in der Online-Weiterbildung, die zu einer Erhöhung des individuellen Lernerfolgs beitragen sollen. Hierbei fokussiert auf es auf Weiterbildungsangebote im Bereich Digitalisierung, Daten- und Projektmanagement und die Weiterentwicklung der edyoucated-Lernplattform.

KI für kompetenzbasiertes Lernen im Bereich Energietechnik

Das Projekt stellt mit seinem KI-unterstützten, kompetenzbasierten Lernansatz den Lernenden mit seinen Kompetenzen in den Mittelpunkt. Die Zielgruppen sind pädagogisches Personal, Fachkräfte und KMU des Clusters Energietechnik. Geplant ist die Entwicklung eines Baukastensystems mit Gamification-Elementen zu den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. KI wird hier zur Optimierung und Personalisierung der Weiterbildungssuche und Empfehlung von passgenauen Inhalten eingesetzt. In diesem Rahmen soll ein Kompetenzmodell entwickelt werden.

Künstliche Intelligenz als Mentor für das lebenslange Lernen

Im Fokus des Projekts steht die Entwicklung eines KI-unterstützten Mentors für das lebensbegleitende Lernen, der auf der bestehenden Plattform oncampus erprobt werden soll. Die KI-unterstützten adaptiven Lernpfade sollen ein zielgerichtetes Curriculum vorschlagen, welches die Niveaustufen des DQR/EQR berücksichtigt.

KI-gestützte Personalisierung in der berufsbezogenen Weiterbildung

Das branchen- und zielgruppenübergreifende Projekt trägt zur KI-gestützten Personalisierung in der berufsbezogenen Weiterbildung bei. Die Stärke des Projekts besteht in der Adressierung heterogener Zielgruppen: Fach- und Führungskräfte, aber auch Menschen mit Beeinträchtigungen und Geringqualifizierte. Die Lerninhalte sollen in geeigneter, übertragbarer Weise in kleinere Lerneinheiten (Micro-Learning) überführt werden, um so ein adaptives Lernsystem erstellen zu können, das die Vergleichbarkeit von Modulen über Bildungsträger hinweg gewährleistet.

KI-gestütztes Matching individueller und arbeitsmarktbezogener Anforderungen für die Berufliche Weiterbildung

Das Projekt entwickelt ein KI-gestütztes Matching von individuellen und arbeitsmarktbezogenen Anforderungen für die Berufliche Weiterbildung. Ziel ist die Verbesserung der individuellen Passung zwischen Kompetenzbedarfen, Lerntypen und beruflichem Qualifizierungserfolg. Dabei soll die bestehende Lernplattform WBS Learnspace 3D im Bereich KI-Methoden, insbesondere zum adaptiven Lernen, erweitert werden.

KI-basierter Rollennavigator und automatisierte Lernpfadermittlung zur beruflichen Weiterbildung im Produzierenden Gewerbe

Das Projekt entwickelt auf Grundlage einer bestehenden Plattform einen KI-basierten Rollennavigator und automatisierte Lernpfadermittlung zur beruflichen Weiterbildung. Zielgruppe sind KMU im produzierenden Gewerbe. Das Alleinstellungsmerkmal des Projekts ist das systematische Matching zwischen Weiterbildungsangeboten und betrieblichen Zielstellungen sowie dem Lernbedarf der Nutzenden nach deren individuellen Kompetenzen, Lücken und Lernhistorie.

Künstliche Intelligenz für passgenaue Fort- und Weiterbildung zur Stärkung der Beschäftigungsfähigkeit bei fortschreitender digitaler Durchdringung der Produktion im Kontext von Industrie 4.0.

Das Projekt zielt auf die Stärkung von Beschäftigungsfähigkeit im Kontext digitaler Produktion und Industrie 4.0. Im Fokus steht die Entwicklung einer App, die ein breites Spektrum an Weiterbildungsangeboten sichtbar macht. Dabei sollen Weiterbildungsmöglichkeiten passend zu Bedarfen und Lernpräferenzen aufgezeigt werden. In Verbindung mit VR- und AR-Elementen wird die kollaborative Robotik betrachtet.

KI-unterstützte plattformübergreifende Professionalisierung erwachsenen-pädagogischer Lehrkräfte

Das Projekt adressiert die KI-unterstützte plattformübergreifende Professionalisierung erwachsenen-pädagogischer Lehrkräfte.

Hierzu sollen mehrere große eigene Lernplattformen (vhs-cloud, EULE) über ein virtuelles, Cloud-gestütztes Kommunikationsmodell vernetzt werden. Die Cloudbasierung stellt eine große Interoperationalität in Aussicht, so dass ggf. weitere Plattformen eingebunden werden können. Technologisch werden hier verschiedene Schwerpunkte gesetzt: Die Plattform soll KI-gestützt Lernvoraussetzungen erfassen, Lernleistungen verfolgen und anrechnen und sowohl Empfehlungen zum Weiterlernen vorschlagen als auch Peers für kooperatives Lernen identifizieren.

Aufbau partizipativer Gestaltungsmöglichkeiten für Lernende, Schaffung von Lernanreizen und Entwicklung eines adaptiven Assistenzsystems

Das Projekt trägt zur Erhöhung der Qualität von Online-Weiterbildungsangeboten bei, indem adaptives Lernen in einer Weiterbildungsmaßnahme ermöglicht, Lernanreize (u. a. durch digital Badges) geschaffen und partizipative Gestaltungsmöglichkeiten aufgebaut werden sollen. Adressiert werden die Dienstleistungsbranche und die produzierende Industrie.

Smarte Lernwelten im Sozialwesen – innovative digitale Lernräume für die hybride Vermittlung sensibler Weiterbildungsthemen

Im Projekt sollen bestehende digitale (moodlebasierte) Lernplattformen mit Hilfe von KI-Lernräumen und digitalen Lehr-und Lernangeboten erweitert werden. Im Fokus der digitalen empathiebasierten Lehr-/Lernangebote steht, neben der Vermittlung von Fachkompetenzen, die Stärkung von Sozialkompetenzen. Zielgruppe der psychologisch gestützten adaptiven Lernumgebung („smarte Lernwelten“) das Fachpersonal in der Kinderbetreuung und der betreuenden Lebenshilfe. Als Endergebnis soll eine betriebspraktisch erprobte, anhand der Einsatzerfahrungen präzisierte und übertragbare Lernplattform zur unternehmensübergreifenden Implementierung in Einrichtungen des Sozialwesens entstehen.

My INdividual Digital EDucation.RUHR. Etablierung und Vernetzung eines moodlekompatiblen sowie individualisierten Lernmanagementsystems im Gesundheitswesen

Das Projekt trägt zur Etablierung und Vernetzung eines moodlekompatiblen sowie individualisierten Lernmanagementsystems im Gesundheitswesen bei. Hierfür sollen in der Referenzregion Ruhr u. a. KI- gestützte gesundheitsrelevante Inhalte gemeinsam mit konkreten Nutzenden entwickelt werden. Medizinisches Personal und Pflegepersonal werden gleichermaßen berücksichtigt. Eine Besonderheit des Projekts ist die Vernetzung von Plattformen, die auf der Open-Source-Software Moodle basieren entlang des Standards der Learning Tools Interoperability (LTI). Dies birgt die Möglichkeit, perspektivisch eine große Zahl ähnlicher Plattformen mit wenig Zusatzaufwand vernetzen zu können

Blockchain als Werkzeug zur dezentralen Speicherung individueller Weiterbildungsbiographien - Entwicklung und Erprobung von Werkzeugen zur Bearbeitung und Präsentation von Qualifikationsportfolios

Ziel des Projektes ist die lückenlose Dokumentation und die standardisierte Erfassung von Weiterbildungsaktivitäten lebenslang Lernender, um Weiterbildungsaktivitäten transparent, vergleichbar und anschlussfähig zu erfassen und damit Mehrwerte für alle Zielgruppen zu realisieren. Dazu sollen zwei Plattformen regional in Sachsen vernetzt werden. Adressiert werden Weiterbildungsanbieter, Arbeitgeber, Weiterbildungsteilnehmende. Die Forschungs- und Entwicklungspartner erarbeiten gemeinsam mit professionellen Bildungsanbietern ein bedarfsorientiertes, tragfähiges und nachhaltiges Angebot, welches im deutschen Weiterbildungsmarkt etabliert werden soll.

Vernetzung von digitalen Wissens- und Lernplattformen zur personalisierten Weiterbildung und zum kooperativen Wissensaustausch in der Mobilitätsbranche

Das Projekt zielt auf die Vernetzung von digitalen Wissens- und Lernplattformen zur personalisierten Weiterbildung und zum kooperativen Wissensaustausch in der Mobilitätsbranche (öffentlicher Nahverkehr). Das Vorhaben umfasst neben der formalen auch die informelle Weiterbildung.

Onlinecampus Pflege – Schwerpunkt Kompetenter Umgang mit digitalen Technologien in Pflege und Versorgung

Das 2020 in Kraft getretene Pflegeberufegesetz aufgreifend, zielt das Projekt auf den Aufbau eines digitalen Pflegecampus zur Qualifizierung von Pflegekräften. Im Fokus steht die Vermittlung eines kompetenten Umgangs mit digitalen Technologien in Pflege und Versorgung. Hierzu soll die existierende Moodle-Plattform Future Learn Lab zu einem digitalen Pflegecampus als interaktive Multilanguage (Übersetzungstool) Plattform weiterentwickelt werden. Zum Einsatz kommen sollen Bots und KI-basierte Kompetenzdatenbanken, die auf bestehenden Standards (EUROPASS) aufbauen

Weiterbildungsplattform für die Kunststoffindustrie zur KI-unterstützen Vermittlung von Präsenz- sowie E-Learning Kursen

Das Projekt zielt auf den Aufbau der ersten personalisierbaren Weiterbildungsplattform für die Kunststoffindustrie. Die Plattform setzt auf die Vermittlung von Präsenz- sowie E-Learning Kursen. Im Fokus steht die die Entwicklung eines KI-basierten Chatbots und einer KI für adaptives Lernen.

Intelligenter digitaler Bildungsraum zur problem- und nutzenorientierten Suche von digitalen Lerninhalten

Das Projekt zielt auf die Schaffung eines intelligenten digitalen Bildungsraums zur problem- und nutzenorientierten Suche von digitalen Lerninhalten. Dafür soll eine bestehende Weiterbildungsplattform mit KI-Funktionen zur Suche und Empfehlung – unter Berücksichtigung von Arbeitsmarktanforderungen – angereichert werden. Der Lernende trifft die finale Auswahl selbst und kann dabei auf vorgeschlagene Pfade zurückgreifen oder eigene kreieren. Lerninhalte sollen durch die intelligente Suchfunktion vergleichbar gemacht werden.

Plattform zum Auffinden, Integrieren, Erproben und Bewerten von personalisierten Serious Games und spielerischen Lernangeboten in der beruflichen Weiterbildung

Das Projekt entwickelt und erprobt KI-basierte Verfahren zur Unterstützung von Lernangeboten im Bereich der berufsbezogenen Weiterbildung. Zentral sind ein sprachbasiertes tutorielles Assistenzsystem, KI-basiertes adaptives Lernen. Hierbei sollen Serious Games entwickelt werden, die über klassische Gamification-Konzepte hinausgehen. Darüber hinaus besteht eine Schnittstelle zu Wissenschaftler*innen des KI-Zentrums.

Entwicklung einer Weiterbildungsplattform für Beschäftigte in der Logistik, die ein bedarfsorientiertes und individuelles Lernen ermöglicht und flexible Lernpfade anbietet

Im Projekt soll auf Basis einer vorhandenen Plattform (MARIDAL) eine Weiterbildungsplattform für Beschäftigte in der Logistik entwickelt werden, die ein bedarfsorientiertes und individuelles Lernen ermöglicht und flexible Lernpfade anbietet. Die in diesem Vorhaben angestrebte Plattform versteht sich als ein digitales Lern-Ökosystem. Die KI dient dabei zur Personalisierung der Nutzererfahrung und Unterstützung des Lernens. Zusätzlich können Zertifikate - auch für externe Personen – ausgestellt werden.

StudyBuddy: Ein virtueller Companion für die berufliche Weiterbildung 

Das Projekt entwickelt einen virtuellen Companion für die berufliche Weiterbildung. Die bestehende Online-Lern-Plattform der TU Braunschweig und die Plattform von AKAD sollen in diesem Vorhaben um einen KI-basierten Funktionsbaukasten (der virtuelle Companion) erweitert werden.

Adaptive, interoperationale Weiterbildungsplattformen durch einen digitalen Drilling 
 

Im Fokus des Projekts steht die Vernetzung von Weiterbildungsplattformen in einem soziotechnischen System durch einen digitalen Drilling. Hierbei wird das Konzept des digitalen Zwillings um eine digitale Lernumgebung erweitert, in der die Beschäftigten bei realen Problemen und Hindernissen in Arbeitsabläufen unterstützt werden. Hierfür sollen verschiedene Plattformen durch eine Middleware vernetzt werden. Die Validierung des Gelernten erfolgt in Form von Micro-Zertifikaten (mittels Blockchain-Technologie).

Vernetzung und datengestützte Assistenz für die berufliche Bildung 

Die Vernetzung des DWC (Digitaler Weiterbildungscampus Baden-Württemberg) mit anderen Weiterbildungsplattformen ermöglicht eine deutliche Steigerung der Transparenz des Marktgeschehens. Hervorzuheben sind die direkte Verknüpfung der alltäglichen Arbeit an Maschinen mit der Weiterbildungsplattform und die KI-Unterstützung von Lernenden und Lehrenden. Für den Nutzenden wird eine barrierefreie, unkomplizierte Angebotsübersicht zur informierten Kaufentscheidung geschaffen.

Intermediation von Weiterbildung und Digitale Transformation als Herausforderungen für Bildungsökosysteme am Beispiel des Weiterbildungsraums it’s OWL

Der Fokus des Projekts liegt auf der Vernetzung bestehender Plattformen im Bereich der industriellen Produktion. Dabei soll ein ganzheitliches Konzept für einen regionalen Wirtschaftsraum entwickelt werden, in dem alle regionalen Akteursgruppen inklusive Unternehmen und Bildungseinrichtungen auf digitalisierte Angebote und Plattformen zugreifen können. Der technische Fokus liegt auf der Entwicklung von Schnittstellen, insbesondere innerhalb des Ökosystems in Ostwestfalen-Lippe. Dabei sollen neben der konkreten Implementation auch Leitfäden für digitale Lernarrangements, multimodale Lernkonzepte und Zertifikatsanalysen entwickelt werden, die die Erkenntnisse über das Projekt hinaus verbreiten.

Bildungswissenschaftliche Grundlegung eines smarten KI-basierten digitalen Weiterbildungsraums für die Altenhilfe mittels personalisierter Empfehlungssysteme

Das Projekt zielt auf die bildungswissenschaftliche Fundierung eines smarten KI-basierten digitalen Weiterbildungsraums für die Altenhilfe mittels personalisierter Empfehlungssysteme. Dabei wird auf eine bestehende Lernplattform aufgesetzt. Technologische Aspekte sind der geplante Einsatz des Wissensgraphen sowie die Verwendung von vorwiegend White-Box Modellen, um KI-Empfehlungen transparent und nachvollziehbar zu machen.

WISY@KI – Dein persönlicher Weiterbildungsscout

Im Fokus des Projekts steht die Vernetzung von Länderplattformen (Hessen und Schleswig-Holstein; Austausch mit Hamburg und Rheinland-Pfalz). Ziel ist die Entwicklung eines Lernassistenzsystems, welches individuelle Learning Journeys erstellt und eine individuelle Lernverlaufsbegleitung durch ein dialogorientiertes Tutorsystem ermöglicht. Darüber hinaus sollen mittels KI-Einsatz individuelle Bildungspfade aufgebaut und Suchfunktionen vereinfacht werden.

Die Fakten auf einen Blick

  • Ideenwettbewerb mit zweistufigem Auswahlverfahren
  • Auswahl: BMBF mit Unterstützung durch eine interdisziplinär zusammengesetzte Jury
  • Begleitung durch einen Beirat, zusammengesetzt aus Wirtschafts- und Sozialpartnern, Ländervertreter*innen und Wissenschaftler*innen
  • Fachliche und administrative Begleitung: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
  • Anzahl der Gewinnerprojekte: 35 (inklusive Metavorhaben)
  • Gesamtfördervolumen: rund 88 Mio. Euro
  • Start der Projektförderung: ab 01. März 2021
  • Projektlaufzeit Entwicklungsfelder: 36 Monate
  • Projektlaufzeit Metavorhaben: 46 Monate
Auftaktveranstaltung des Innovationswettbewerbs INVITE
Montag, 29. November 2021

Auftaktveranstaltung des Innovationswettbewerbs INVITE

Der Innovationswettbewerb INVITE (Digitale Plattform berufliche Weiterbildung) startet mit einer digitalen Auftakttagung in die Umsetzungsphase. In den nächsten drei Jahren arbeiten 35 Projektverbünde an der Ausgestaltung von vielfältigen, innovativen Lösungen in der beruflichen Weiterbildung.

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Start weiterer Projekte zum September
Donnerstag, 1. Juli 2021

Start weiterer Projekte zum September

Weitere Gewinnerskizze wurden in zweiter Verfahrensstufe des BMBF-Innovationswettbewerbs „INVITE (Digitale Plattform berufliche Weiterbildung)“ aufgefordert, einen Antrag zur Durchführung von Projekten zu stellen. Voraussichtlich im September werden die Gewinnerskizzen mit der Umsetzung starten.