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Forschungs- und Transferinitiative ASCOT+

Die berufliche Bildung steht vor der Herausforderung, Ausbildung und Prüfungen kompetenzorientiert zu gestalten. ASCOT+ hat das Ziel, digitale Lern- und Messinstrumente für Kompetenzen von Auszubildenden zu entwickeln und in der Praxis zu erproben.

Forschungs- und Transferinitiative ASCOT+

Zweck jeder Ausbildung ist, dass Auszubildende berufliche Handlungskompetenzen erwerben. Um diese gezielt zu fördern und objektiv festzustellen, braucht es wissenschaftlich fundierte und erprobte Lern- und Messinstrumente. Die Digitalisierung eröffnet hier neue, vielfältige Möglichkeiten für die berufliche Bildung. Ziel von ASCOT+ ist es, computerbasierte Lerninstrumente zur Kompetenzförderung und Messinstrumente zur Kompetenzmessung zu entwickeln und für den flächendeckenden Einsatz in der Ausbildungspraxis zu erproben. ASCOT steht für: „Technology-based Assessment of Skills and Competences in VET“, also technologiebasierte Kompetenzmessung in der beruflichen Bildung.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen von ASCOT+ sechs Projekte (Laufzeit: 2019-2022) aus den Berufsfeldern gewerblich-technische, kaufmännische und Gesundheitsberufe. Die von den Projekten entwickelten innovativen Lern- und Prüfungsinstrumente sollen wissenschaftlich fundiert sein und in das Berufsbildungssystem integrierbar, um bestehende Formate sinnvoll zu ergänzen. Von ASCOT+ profitieren sollen Auszubildende, betriebliches und schulisches Ausbildungspersonal, Prüferinnen und Prüfer, Aufgabenerstellerinnen und -ersteller sowie Zuständige Stellen.

ASCOT+ soll dazu beitragen:

  • Lehr-/Lernprozesse in der betrieblichen und berufsschulischen Ausbildung zu verbessern,
  • Leistungen von Auszubildenden objektiver festzustellen,
  • Akteure in der Ordnungsarbeit bei der kompetenzorientierten Formulierung von Ausbildungsordnungen zu unterstützen,
  • kompetenzorientierte Prüfungen weiterzuentwickeln.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) setzt ASCOT+ im Auftrag des BMBF um: Die Arbeitsbereiche 1.4, 2.1 und 4.4 leisten gemeinsam den Transfer der Erkenntnisse aus ASCOT+ in Wissenschaft und Praxis, die fachliche, wissenschaftliche und administrative Begleitung der geförderten Projekte sowie die Öffentlichkeitsarbeit.

Das entwickeln die ASCOT+-Projekte

Die in ASCOT+ geförderten Projekte entwickeln die Instrumente und Verfahren aus der Vorgängerinitiative ASCOT (2011-2015) weiter, erproben sie und machen sie für eine breitere Nutzung in der Praxis anwendbar. Die Projekte erarbeiten:

  • ein Online-Tool für das Prüfungspersonal zur Erstellung kompetenzorientierter Prüfungsaufgaben und Abschlussprüfungen für kaufmännische Berufe (ASPE),
  • Lerninstrumente für Diagnosekompetenzen im Beruf Kfz-Mechatroniker/-in; Anpassung vorhandener Tests an Bedürfnisse der Prüfungspraxis (DigiDIn-Kfz),
  • ein Messinstrument für Kooperationskompetenz und ein Lerninstrument für die Bewältigungskompetenz in Pflegeberufen (EKGe),
  • eine Test- und Lern-Software zur Förderung der Problemlösekompetenz von kaufmännischen Auszubildenden mit Echtzeit-Analytik zur optimalen Förderung und (teil-) automatisierten Auswertungsverfahren (PSA-Sim),
  • Lerninstrumente für Problemlösekompetenzen für die Berufe Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik und Mechatroniker/-in und verbesserte computerbasierte Prüfungsaufgaben auch für den Beruf Konstruktionsmechaniker/-in (TechKom),
  • ein Training für Lehr- und Prüfungspersonal zur Entwicklung und computerbasierten Umsetzung kompetenzorientierter Prüfungsaufgaben für kaufmännische Berufe (TeKoP).

Die Vorgängerinitiative ASCOT

Die Vorgängerinitiative „ASCOT – Technologiebasierte Kompetenzmessung in der beruflichen Bildung“ (2011-2015) hatte das Ziel, computerbasierte Verfahren zur Erfassung von fachlichen, sozialen und personalen Kompetenzen von Auszubildenden zu entwickeln und zu erproben.

Die Projekte entwickelten Kompetenzmodelle und Messinstrumente für sechs Ausbildungsberufe aus dem kaufmännischen, gewerblich-technischen und Gesundheitsbereich anhand von typischen Arbeits- und Geschäftsprozessen. Die Messinstrumente wurden meist als Computersimulationen mit Testaufgaben gestaltet. Es entstanden über 800 Testaufgaben, davon 560 computerbasierte, die an 12.000 Berufsschülerinnen und -schülern getestet wurden.

Die Ergebnisse zeigen: Computerbasierte Verfahren sind geeignet, Ausschnitte beruflicher Handlungskompetenz in den ausgewählten Berufen abzubilden. Die Messverfahren sind objektiv und steigern durch die multimedialen und interaktiven Formate die Motivation der Testteilnehmerinnen und -teilnehmer. Außerdem können sie die Handlungsorientierung von Testverfahren durch die authentische Nachbildung beruflicher Handlungssituationen verbessern.

Mehr Informationen über ASCOT+ auf der Website:

www.ascot-vet.net

Digitale Kompetenzmessungen liegen voll im Trend
Donnerstag, 19. September 2019

Digitale Kompetenzmessungen liegen voll im Trend

Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten für die Messung von Kompetenzen bei Auszubildenden. In der Forschung zeigt sich dabei klar ein Trend hin zu computerbasierten Testinstrumenten. Das ist ein Ergebnis der jetzt erschienenen literaturbasierten Überblicksstudie des BIBB.

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Digitale Lern- und Messinstrumente für Kompetenzen: Initiative ASCOT+ startet
Dienstag, 20. August 2019

Digitale Lern- und Messinstrumente für Kompetenzen: Initiative ASCOT+ startet

Die geförderten Projekte entwickeln digitale Lern- und Messinstrumente für Kompetenzen von Auszubildenden. Das BIBB setzt die Initiative ASCOT+ im Auftrag des BMBF um.

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Kompetenzentwicklung in der Berufsbildung

Die Themenseite bietet umfassende Informationen zum Kompetenzbegriff, zur Kompetenzorientierung, zu Kompetenzmodellierung und -diagnostik, zur Kompetenzentwicklung und betrieblichen Perspektiven.