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Internationale Expertinnen und Experten diskutieren Innovationen in der Berufsbildung in Bonn

Am 2. und 3. Dezember 2019 trafen sich über 100 Delegierte aus mehr als 40 Ländern im Rahmen des „UNEVOC Global Forum on Advancing Learning and Innovation in TVET“ um sich zu innovativen Ansätzen, Projekten und Lösungen auszutauschen, die Qualität und Exzellenz in der beruflichen Bildung fördern. BIBB-Forschungsdirektor und Ständiger Vertreter des Präsidenten, Prof. Dr. Hubert Ertl, moderierte die abschließende Paneldiskussion.

Internationale Expertinnen und Experten diskutieren Innovationen in der Berufsbildung in Bonn

Das Global Forum wurde von Herrn Shyamal Majumdar, langjähriger Leiter von UNESCO-UNEVOC und Fürsprecher für die internationale Berufsbildungszusammenarbeit, eröffnet. Ziel der Veranstaltung war es, die Herausforderungen der aktuellen Entwicklungen in der Berufsbildung aufzuzeigen und Lösungsansätze zu formulieren. Es wurden diverse Herangehensweisen und Fallbeispiele aus einzelnen Ländern vorgestellt und deren Übertragbarkeit auf andere Länder und Systeme diskutiert. Insbesondere wurde über die Herausforderungen gesprochen, die die fortschreitende Digitalisierung und neue wirtschaftliche und ökologische Anforderungen mit sich bringen.

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BIBB-Forschungsdirektor Prof. Ertl moderierte am 3. Dezember die abschließende Paneldiskussion. Dabei kamen mit Borhene Chakroune (Director, Policy and Lifelong Learning Systems, UNESCO), Cesare Onestini (Leiter, European Training Foundation), Dana Bachmann (Head of Unit, VET, Apprenticeship and Adult Learning, European Commission), Ina von Frantzius (Leitung des Arbeitsbereichs Bildung, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und Milagros Lazo Castro (Technical Officer, International Labour Organisation) erfahrene Köpfe aus der Berufsbildung zu Wort. Sie ließen die Diskussionen und Gespräche der letzten beiden Tage Revue passieren und stellten aus der Perspektive von internationalen Organisationen mögliche Strategien für eine bessere Vernetzung der an Innovationen in der beruflichen Bildung beteiligten Akteure vor.

Cesare Onestini betonte beispielsweise, dass die Aus- und Fortbildung von Lehrer/-innnen stärker in Innovationen eingebunden werden müsse. Für Ina von Frantzius gilt es, in der Zukunft die Anwendung von künstlicher Intelligenz für alle zugänglich zu machen und durch Weiterbildung die Perspektive von jungen Arbeitssuchenden, insbesondere von Frauen, Vertriebenen und Flüchtlingen, zu verbessern. Prof. Ertl stellte in seiner Zusammenfassung fest, dass durch eine stärkere Vernetzung von Akteuren die Einbindung von Innovationen in der Berufsbildung in die größeren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen gewährleistet werden kann. Dies könne dazu führen, Innovationen wirksamer und nachhaltiger zu verankern und Berufsbildung damit attraktiver zu gestalten.

BILT – Bridging Innovation and Learning in TVET

Bereits am ersten Konferenztag wurden die Ergebnisse aus dem BILT (Bridging Innovation and Learning in TVET) Projekt vorgestellt und konkrete nächste Schritte diskutiert. Nachdem zwischen Oktober und Dezember 2019 Workshops in verschiedenen europäischen UNEVOC-Zentren stattfanden, sind für 2020 weitere Veranstaltung in Kooperation mit aktiven Zentren aus Europa, Afrika und Asien vorgesehen. Das BILT-Projekt entwickelte sich über einen längeren Zeitraum und entstand in intensiver Zusammenarbeit zwischen UNESCO-UNEVOC, BIBB und BMBF.

Alle Informationen zum Projekt und aktuelle Berichterstattung zu den einzelnen Workshops finden Sie auf der dazugehörigen Projektseite

BILT – Bridging Innovation and Learning in TVET