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Teilzeitberufsausbildung

… Ausbildung mit Kind? Ja! Mit Teilzeitausbildung

Berufsausbildung und Familie sind miteinander vereinbar. Diese Möglichkeit ist seit 2005 im § 8 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) verankert. Bei Teilzeitausbildung wird der betriebliche Teil zeitlich verkürzt. Junge Mütter und Väter sowie Pflegende können gemeinsam mit dem Ausbildungsbetrieb bei der zuständigen Kammer einen Antrag auf Verkürzung der Ausbildungszeit stellen. Informationen gibt es u.a. bei Kammern, Jobcentern.

War die Berufsausbildung junger Mütter früher eine Ausnahme, so ist sie seit 2005 eine im § 8 BBiG gesetzlich verankerte Möglichkeit: Haben junge Frauen oder Männer ein eigenes Kind zu versorgen oder pflegen sie eine(n) nahe(n) Angehörige(n), können sie gemeinsam mit ihrem Ausbildungsbetrieb bei der zuständigen Stelle beantragen, dass ihre Ausbildungszeit wöchentlich oder täglich verkürzt wird. Empfehlungen zur Umsetzung dieser Regelung hat der Hauptausschuss des BIBB 2008 verabschiedet. Das BIBB fördert und begleitet die Teilzeitausbildung mit Forschung und Beratung und stellt Grundlagenwissen und Informationen über Umsetzungsvarianten der Teilzeitausbildung zur Verfügung. Das BIBB arbeitet eng mit der Programmstelle JOBSTARTER zusammen. Deren Internetseite zum Thema Teilzeitausbildung bietet aktuelle Informationen, Materialien – wie Studien, Broschüren, Fachartikel und statistische Auswertungen. Das BIBB-Portal qualiboXX bietet eine Vernetzungsmöglichkeit für Fachkräfte, die sich zum Thema Teilzeitausbildung austauschen möchten.

Mit dem Ziel, auch Potenziale junger Erwachsener ohne Berufsabschluss für die Berufsausbildung zu erschließen, haben die Partner des Ausbildungspakts in ihrer gemeinsamen Erklärung darauf hingewiesen, dass die Teilzeitausbildung nach § 8 BBiG stärker genutzt werden soll: „Der Ausbildungspakt hat sich 2010 das Ziel gesetzt, zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses das gesamte Ausbildungspotenzial auszuschöpfen. Jugendliche und Betriebe sollen besser zusammengebracht werden. Neben zahlreichen anderen Maßnahmen wollen sich die Paktpartner dazu für eine stärkere Nutzung der betrieblichen Teilzeitberufsausbildung, insbesondere für alleinerziehende Mütter und Väter, einsetzen und junge Eltern und Betriebe verstärkt für eine (Teilzeit-)Berufsausbildung gewinnen. Auch in den Berufsschulen werden die entsprechenden Strukturen weiter ausgebaut, um mehr Lernen in Teilzeit zu ermöglichen. Ausreichende Möglichkeiten der Kinderbetreuung sind eine weitere wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Berufsausbildung.“
Die Erfahrung zeigt, dass der Übergang in eine Berufsausbildung gerade für junge Erwachsene mit Familienverantwortung sich in vielerlei Hinsicht schwierig gestalten kann – das beginnt bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle und reicht bis zu Fragen der Finanzierung des Lebensunterhalts während der Ausbildung .
Beratung und Unterstützung in Sachen Teilzeitausbildung bieten Kammern und Jobcenter.
Im Netzwerk Teilzeitausbildung haben sich Bildungsträger, Beratungsstellen und Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, BCA’s, aus ganz Deutschland zusammengeschlossen. Die Internetseite des Netzwerks bietet eine Projektlandkarte, die Kontakte in verschiedenen Bundesländern ermöglicht.