BIBB-Pflegepanel

Das BIBB-Pflegepanel beobachtet regelmäßig die Entwicklung der Pflegeausbildung in Deutschland. Durch bundesweite Befragungen liefert es Daten zu Ausbildungsplätzen, Herausforderungen und Qualitätsaspekten – und schafft damit eine zentrale Grundlage für Entscheidungen in Bildung, Praxis und Politik.

Eine Lehrperson steht bei einer Lerngruppe, die gemeinsam an Laptops und Tablets arbeitet. Es wird gelacht und diskutiert. Die Szene zeigt kooperatives Lernen, digitale Arbeitsformen und eine offene, wertschätzende Lernatmosphäre.

Wer nimmt teil?

Jährlich beteiligen sich mehr als 6.000 Vertreterinnen und Vertreter des Ausbildungsgeschehens in der Pflege an den Befragungen, darunter Ansprechpersonen aus:

  • Krankenhäusern
  • Pflegeheimen
  • Ambulanten Pflegediensten
  • Pflegeschulen
  • Hochschulen

Warum das Pflegepanel wichtig ist

  • Verlässliche Datenbasis zur Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegeausbildung
  • Sichtbarmachung der Ausbildungsrealität in Einrichtungen, Schulen und Hochschulen
  • Erfassung von Aspekten jenseits bestehender Statistiken
  • Empirische Grundlage für Entscheidungen und Steuerung
  • Umsetzung des gesetzlich vorgesehenen Monitorings (PflAPrV)

Themenschwerpunkte der Befragungen

Die jährlich stattfindenden Erhebungen im Pflegepanel erfassen zentrale Aspekte der beruflichen und hochschulischen Pflegeausbildung. Sie liefern ein differenziertes Bild zum aktuellen Stand sowie zu bestehenden Herausforderungen und Entwicklungen in verschiedenen Themenfeldern.

Ausbildungs- und Studienplatzsituation

Die Erfassung von angebotenen und genutzten Ausbildungs- und Studienplätzen in der Pflege ermöglicht es, Entwicklungen im Zeitverlauf sichtbar zu machen. Sie zeigt, wo Kapazitäten fehlen, bestehen oder ungenutzt bleiben – und welche strukturellen Faktoren diese beeinflussen.

Im Fokus stehen Ursachen von Besetzungsproblemen, etwa Bewerbermangel oder mangelnde Eignung. So lassen sich regionale und einrichtungsbezogene Unterschiede erkennen und Entwicklungen der Attraktivität beruflicher und hochschulischer Pflegewege fundiert nachvollziehen.

Übernahmechancen und Mobilität in der Pflegeausbildung

Im Zuge der generalistischen Pflegeausbildung gewinnen Fragen nach beruflicher Mobilität und Verbleib der Auszubildenden an Bedeutung. Die Analyse von Übernahmechancen und Einrichtungswechseln zeigt Dynamiken zwischen den Versorgungsbereichen und gibt Hinweise auf strukturelle Faktoren der Personalbindung.

So lassen sich Muster erkennen, die Aufschluss über Attraktivität und Bindungskraft einzelner Bereiche geben und zur Einordnung der mit der Reform angestrebten Flexibilität beitragen.

Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe in der Pflegeausbildung

Die Analyse der von Pflegeeinrichtungen, Pflegeschulen und Hochschulen wahrgenommenen Herausforderungen liefert wichtige Hinweise darauf, wo die Umsetzung der generalistischen Pflegeausbildung noch Anpassung erfordert.

Sie zeigt, in welchen Bereichen Unterstützungsbedarf besteht und welche strukturellen Rahmenbedingungen die Ausbildungsqualität beeinflussen. Im Fokus stehen dabei Fragen der Personalgewinnung, der sprachlichen und kulturellen Integration Lernender sowie der Kooperation zwischen Theorie und Praxis – zentrale Aspekte für die nachhaltige Sicherung der Pflegeausbildung.

Auswahl und Besetzung von Ausbildungsplätzen

Die Betrachtung der Auswahl- und Besetzungsprozesse zeigt, nach welchen Kriterien Ausbildungsplätze vergeben werden und aus welchen Gründen Plätze unbesetzt bleiben.

Unterschiede zwischen Versorgungsbereichen, etwa hinsichtlich der Bedeutung von Schulnoten, Praxiserfahrung oder anderen Voraussetzungen, geben Hinweise auf mögliche Hürden und Passungsfragen beim Eintritt in die Ausbildung. So wird sichtbar, wie sich Auswahlmechanismen und Rahmenbedingungen auf die Besetzung auswirken.

Begleit- und Förderangebote für Auszubildende

Die Betrachtung pädagogischer und organisatorischer Unterstützungsangebote zeigt, mit welchen Maßnahmen Ausbildungseinrichtungen und Pflegeschulen auf unterschiedliche Lebenslagen und Lernvoraussetzungen reagieren.

Angebote wie sozialpädagogische Beratung, Teilzeitausbildung oder digitale Lernformate tragen dazu bei, individuelle Lebenslagen zu berücksichtigen und Ausbildungschancen zu sichern. Ihre Verbreitung zeigt, in welchem Maß Ausbildungssysteme auf Diversität und Belastungen der Lernenden reagieren – und wo Anpassungen nötig sind, um Chancengleichheit und Ausbildungserfolg langfristig zu fördern.

Vertragslösungen im Jahr des Ausbildungsbeginns

Die Analyse von Vertragslösungen im Jahr des Ausbildungsbeginns ermöglicht Einblicke in besonders frühe Abbrüche und damit in kritische Übergangsphasen der Pflegeausbildung. Sie zeigt, unter welchen Bedingungen Ausbildungsverhältnisse bereits in den ersten Monaten scheitern und welche strukturellen oder individuellen Faktoren dazu beitragen.

Die Analyse von Vertragslösungen im Jahr des Ausbildungsbeginns ermöglicht Einblicke in besonders frühe Abbrüche und damit in kritische Übergangsphasen der Pflegeausbildung. Sie zeigt, unter welchen Bedingungen Ausbildungsverhältnisse bereits in den ersten Monaten scheitern und welche strukturellen oder individuellen Faktoren dazu beitragen.

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?

Egal, ob es um die berufliche Aus- und Weiterbildung in Deutschland, um europäische Berufsbildungspolitik, Hintergrundinformationen oder um statistisches Basismaterial geht - im BIBB stehen kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung!

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Häufige Fragen (FAQ)

Sie finden die häufig gestellten Fragen zur Ausbildung Pflegefachperson und zur Pflegefachassistenz hier.

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Kontaktadresse

Pflegeberufe@bibb.de