Häuslichkeit - Lern- und Arbeitsort Häuslichkeit in der Pflege
Die ambulante Pflege gewinnt durch den demografischen Wandel stark an Bedeutung. Das Projekt untersucht, wie die Ausbildung bzw. auch Weiterbildungen für Pflegefachpersonen zukünftig besser auf die Arbeit im häuslichen Umfeld vorbereiten und wie der Arbeitsort „Häuslichkeit“ attraktiver für Pflegefachpersonen gestaltet werden kann.
Kurzbeschreibung
Kurzbeschreibung
Das Projekt beschäftigt sich mit dem Lern- und Arbeitsort Häuslichkeit und fokussiert damit die Pflegebildung im ambulanten Versorgungssetting. Es werden systematisch Optionen analysiert, wie der Lern- und Arbeitsort Häuslichkeit gestärkt werden kann, u. a. durch Einbeziehung in die Aus-, Fort- und Weiterbildung. Für verschiedene Akteure werden Handlungsempfehlungen entwickelt.
- Projektlaufzeit: 05/2023 – 04/2026, Verlängerung bis 08/2026
Hintergrund
Die seit 2020 geltende generalistisch angelegte Pflegeausbildung soll die Attraktivität des Berufsfeldes Pflege erhöhen. Vor allem in der ambulanten Pflege ist infolge des demographischen Wandels der Versorgungsbedarf hoch. Zugleich fordert der Lern- und Arbeitsort Häuslichkeit die dort tätigen Pflegefachpersonen besonders heraus.
Unklar ist bisher, ob die bestehenden Angebote der Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Pflege den besonderen Herausforderungen der Versorgung von Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld gerecht werden.
Forschung & Vorgehen
Die Umsetzung der Studie basiert auf einem Methodenmix, der quantitative und qualitative Methoden umfasst und Akteure aus Ausbildung, Studium, Fort- und Weiterbildung sowie die Praxis der Pflege einbindet.
Die Grundlage bilden Recherchen und Analysen zu Lehr- und Lernangeboten der beruflichen und hochschulischen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie zu leistungsrechtlichen Rahmenbedingungen der ambulanten Versorgung. Ferner wird ein Scoping-Review zu neuen Versorgungsformen, Einsatzmöglichkeiten von Pflegefachpersonen, Organisationsstrukturen und Modellen der Arbeitsorganisation in Deutschland sowie im benachbarten Ausland erstellt. In einem zweiten Schritt erfolgt auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse eine Weiterentwicklung der Bildungsarchitektur mit Lerninhalten sowie deren Erprobung und Evaluation mit dem Fokus auf den Lern- und Arbeitsort Häuslichkeit.
Die Ergebnisse werden fortlaufend über die Projekt-Homepage, Vorträge und Veröffentlichungen zugänglich gemacht. Gesamtergebnisse werden in einem Abschlussbericht zusammengeführt.
Projektbeteiligte
Veröffentlichungen
HAHNEL, Elisabeth; ENGELMANN, Freja; OEHSE, Isabelle; SCHEELE, Melanie: Projekt Lern- und Arbeitsort Häuslichkeit in der Pflege: Schaubild zu Rollen und Aufgaben ambulanter Pflege-und Betreuungsdienste. Version 1.0 Bonn, 2025. Online: https://res.bibb.de/vet-repository_783458
HAHNEL, Elisabeth; ENGELMANN, Freya; OEHSE, Isabelle; PÖRSCHMANN-SCHREIBER, Ulrike: Attraktivität, Anforderungen und Bedarfe des Lern- und Arbeitsorts Häuslichkeit: Aus-, Fort- und Weiterbildung in der ambulanten Pflege aus Perspektive der Lernenden, Lehrenden und Praxis: eine bundesweite Online-Befragung. 1. Aufl. Bonn 2025. URL: lit.bibb.de/vufind/Record/DS-783386
Engelmann, Freja; Hahnel, Elisabeth; Fahrenwald, Madita: Lehr- und Lernmöglichkeiten in der ambulanten Pflege. Rahmenbedingungen, Chancen und Herausforderungen für Lehr- und Lernmöglichkeiten für Auszubildende und Studierende zur Pflegefachfrau, zum Pflegefachmann und zur Pflegefachperson am Lern- und Arbeitsort Häuslichkeit. Bonn 2024.
URL: https://res.bibb.de/vet-repository_782914
Vorträge
Hahnel, Elisabeth; Braeseke, Grit; Engelmann, Freja (2023): Forschungsvorhaben zur Evaluation und Weiterentwicklung der Aus-, Fort- und Weiterbildungsstrukturen zum Erhalt und zur Steigerung der Versorgungsqualität und Attraktivität des Lern- und Arbeitsortes Häuslichkeit. BIBB Fachbeiträge zur beruflichen Bildung. BIBB. Köln, 25.05.2023.
Factsheet / Sonstiges
Hahnel, Elisabeth, Engelmann, Freja; Mast, Friederike (2024):Projektvorstellung
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