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Strategien zur künftigen Fachkräftequalifizierung – BIBB-Workshop mit industriellen Großunternehmen

Was sind die geeigneten Strategien zur Qualifizierung der Fachkräfte von morgen? Dies war die zentrale Fragestellung eines Workshops, zu dem der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Friedrich Hubert Esser, die Ausbildungsverantwortlichen von Audi, Currenta, Deutsche Telekom und Volkswagen nach Bonn eingeladen hatte.

In der Veranstaltung machten die Unternehmensvertreterinnen und -vertreter deutlich, welche unterstützende Rolle industrielle Großbetriebe zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des dualen Systems in Deutschland übernehmen können. Die Berufsbilder des dualen Systems seien eine gute Grundlage für den mit der Digitalisierung verbundenen Wandel der Arbeitswelt. Es sei jedoch erforderlich, digitale Kompetenzen je nach den spezifischen Anforderungen in einzelnen Berufsbildern zu stärken. Auch eine breitere Verankerung digitaler Kompetenzen im allgemeinbildenden System wurde von den Ausbildungsverantwortlichen angemahnt.

Die Unternehmen begrüßten die Strukturierung von Aus- und Weiterbildung als Berufslaufbahnkonzepte im Sinne eines durchgängigen und abgestimmten Systems mit Anschlussmöglichkeiten zum Hochschulsystem, wie sie mit der Erarbeitung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) diskutiert werde. Duale Studiengänge und akademische Weiterentwicklungsmöglichkeiten würden vor allem genutzt, um leistungsstarke Bewerberinnen und Bewerber an die Unternehmen zu binden. Auch in Zukunft würden Facharbeiterinnen und Facharbeiter sowie dual Fortgebildete in der Industrie benötigt.

Um den schneller werdenden Veränderungszyklen des Wirtschaftslebens begegnen zu können, sollten die Fähigkeiten zum lebenslangen Lernen und die eigenständige Weiterentwicklung von Fachexpertise an Bedeutung gewinnen. Hierfür sei auch eine fundierte pädagogische Bildung des betrieblichen Ausbildungspersonals notwendig.

Am Ende des Workshops zog BIBB-Präsident Esser ein positives Fazit: „Der direkte Austausch mit Berufsbildungsverantwortlichen von Unternehmen ist für das BIBB äußerst wichtig. Deshalb freuen wir uns auf die Fortsetzung des Dialogs. Ein attraktives und zukunftsfähiges System beruflicher Bildung ist schließlich das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen aller Akteure!“