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ANKOM

Übergänge von der beruflichen in die hochschulische Bildung

Zielgruppenspezifisches Übergangsmanagement im Fokus: In 20 Projekten der vom BMBF geförderten Initiative ANKOM werden bis Oktober 2014 unterstützende Maßnahmen und Modelle des Studieneinstiegs und der Studiengestaltung für beruflich Qualifizierte entwickelt und erprobt.

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ANKOM – Anrechnung and more

Auf der Basis der zwischen 2005 und 2008 in der BMBF-Förderinitiative „ANKOM – Anrechnung“ entwickelten und erprobten Verfahren zur Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge wurde 2012 die Initiative „ANKOM – Übergänge von der beruflichen in die hochschulische Bildung“ ins Leben gerufen, deren Projekte wiederum insbesondere der Lebens- und Arbeitssituation Berufstätiger Rechnung tragen.

Partner und Sparten

Bis auf ein Projekt, das bei einem Bildungsträger verortet ist, wird die überwiegende Zahl von privaten und öffentlichen Universitäten und Fachhochschulen durchgeführt. Fachlich sind u. a. Studiengänge der Informationswissenschaften (Bibliotheksmanagement, Archivwesen etc.), der Sozialen Arbeit, Pflegewissenschaften, Landwirtschaft, Chemie, Biologie, Betriebswirtschaft, Optometrie, Berufs-/Betriebspädagogik, des Maschinenbaus, Finanzmanagements und des Gesundheitsmanagements vertreten. Im Rahmen der Projektträgerschaft steht im BIBB ein Expertiseteam als Ansprechpartner für Fragen zu den in die Projekte einbezogenen Fortbildungsberufen zur Verfügung. Als operativer Kooperationspartner der wissenschaftlichen Begleitung hat das BIBB neben der prozessbegleitenden Beratung die Aufgabe, Fragestellungen und Konzeptansätze in die Arbeits- und Auswertungsprozesse einzubringen, die im Zuständigkeitsbereich der beruflichen Bildung liegen und von denen ein innovativer Beitrag zu den Zielen der Initiative erwartet wird.

Entwicklung – Erprobung – Review

In Hinblick auf die Ziele der Projekte zeichnen sich durchweg positive Entwicklungen ab. So befinden sich von den eingangs geplanten Maßnahmen und Modellen u. a. folgende bereits in der Erprobung: eine webbasierte Portfolioanalyse, Mentoring- und Coaching-Programme, zielgruppenspezifische Sprechstunden, Self-Assessment-Tools und Orientierungsvideos für Studieninteressierte. Einige der Projekte konnten bereits umfassende virtuelle Lernumgebungen mit integrierten Orientierungs- und Brückenkursen sowie onlinebasierte Beratungsportale entwickeln, um den Übergang von der beruflichen in die hochschulische Bildung zu erleichtern. Insbesondere die Informations- und Beratungsangebote werden vermehrt in Kooperation mit Einrichtungen der beruflichen Bildung konzipiert und umgesetzt. Über die im Vorfeld formulierten Projektziele hinaus konnten weitere zukunftsweisende Maßnahmen, wie z. B. die Umsetzung standortübergreifender Prüfungen via Skype, generiert werden. Für die Zukunft ist zu erwarten, dass weitere den Übergang zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung erleichternde Maßnahmen entwickelt werden, deren Implementierung auch nach Ende der Förderphase Thema sein wird.

Information und Beratung als Schlüssel

Im Zuge der ANKOM-Initiative sowie der weiteren bildungspolitischen Diskussion um die Erhöhung der Durchlässigkeit zwischen den Bildungssystemen ist insbesondere die Bedeutung von umfassenden Informations- und Beratungssystemen – speziell für die Zielgruppe der beruflich Qualifizierten – in den Fokus gerückt. Eine Optimierung bestehender wie auch die Schaffung neuer Informations- und Beratungsangebote wird parallel zu allen Initiativen, Programmen und Projekten gedacht, die sich um eine Erhöhung der Durchlässigkeit bemühen – sowohl in Bezug auf die Übergänge von der beruflichen in die hochschulische Bildung („Studium ohne Abitur“) als auch von der hochschulischen in die berufliche Bildung („Studienabbrecher“).

In dem im Dezember 2013 gestarteten, BMBF-geförderten „DQR-Bridge-5“-Projekt, in dessen Rahmen exemplarisch Maßnahmen einer curricularen Verzahnung von beruflicher und hochschulischer Bildung umgesetzt werden sollen, ist der Aspekt der Information und Beratung ebenfalls von besonderer Bedeutung.

Nicht ohne Kooperation

Maßnahmen zur Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung sind besonders dann erfolgversprechend, wenn sie in Kooperation der in diesem Feld tätigen Institutionen Umsetzung finden. Auf welche Weise sich gemeinsame curriculare Entwicklung zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung realisieren und durch entsprechende Informations- und Beratungsangebote kooperativ begleiten lässt, sind zentrale Fragestellungen, mit der die in diesem Feld tätigen Akteure derzeit konfrontiert sind.

BIBB-Studie zu Information und Beratung beruflich Qualifizierter

  • Welche spezifischen Informations- und Beratungsbedarfe zeichnen sich für die Gruppe der beruflich Qualifizierten im Kontext ihrer Studienwahl, der Anrechnung bisher erworbener Kompetenzen sowie der Studienorganisation ab?
  • Wie gestaltet sich die Information & Beratung für beruflich Qualifizierte (bQ) am Übergang von der beruflichen in die hochschulische Bildung reell?
  • Wie sollte sie demgegenüber idealerweise gestaltet sein, um den Übergang für die Zielgruppe der bQ zu erleichtern?

    Dieser Thematik ging das BIBB anhand einer Fragebogenuntersuchung zur Abfrage bestehender Beratungsansätze, ergänzender vertiefender Interviews vor Ort und eines Fachgesprächs mit Expertinnen und Experten nach.
    Neben Handlungsbedarfen sollten verallgemeinerbare Erfolgsfaktoren und Qualitätsmerkmale von Informations- und Beratungssystemen am Übergang von der beruflichen in die hochschulische Bildung herausgestellt und so system- und institutionenübergreifende Empfehlungen abgeleitet werden können, um die Durchlässigkeit zwischen beruflicher Bildung und Hochschulbildung letztlich zu erhöhen.
    Erste Ergebnisse wurden auf der ANKOM-Abschlusskonferenz im Juni 2014 vorgestellt (siehe Downloadmöglichkeit rechts); eine Präsentation für das breitere Fachpublikum erfolgte im Rahmen des BIBB-Kongresses am 18.09.2014. 

Projekt-Nummer: 7.8.088 Ankom 3 - Programm zur Förderung von Maßnahmen für den Übergang von der beruflichen in die hochschulische Bildung
Laufzeit: I/12 – III/15

Übersicht über die 20 teilnehmenden Projekte

 

 

InOS - Individualisiertes Online-Studienvorbereitungsprogramm für beruflich Qualifizierte
(Universität Oldenburg)
 

 

Berufstalent +Plus+ Studienerfolgsorientierte Kompetenzbildung im Übergang vom beruflichen zum hochschulischen Lernen als Baustein der "offenen Hochschule Osnabrück"

 

KomPädenz konkret - Förderung des Übergangs, Verbleibs und Studienerfolgs beruflich qualifizierter Studierender des berufsbegleitenden Anrechnungsstudiengangs "Soziale Arbeit für ErzieherInnen" unter besonderer Berücksichtigung des GM-Prinzips (Leuphana)

 

Attraktion und Integration von Interessenten aus der beruflichen Bildung in die Hochschulbildung (Biologie & Pflanzenbiotechnologie) - Pilotprojekt für MINT-Fächer
(Leibniz Universität Hannover)

 

Übergangsmanagement in den Studiengängen: Diabetes Care und Management, Clinical Nutrition/Ernährungsmanagement, Management für Gesundheit und Pflege

 

 ntwicklung und Implementierung von Unterstützungssystemen für beruflich qualifizierte Studierende im Bereich Pflege und Gesundheit (bequaSt)

 

Etablierung von Maßnahmen, durch die ein erfolgreiches Studium unter der Berücksichtigung der Lebenssituation Berufstätiger gefördert wird

 

Mit Praxis ins Studium: Zielgruppenspezifische Anerkennungsmöglichkeiten und Studienschwerpunkte für Leitungen von Kindertageseinrichtungen und Mitarbeitende in der Jugendhilfe

 

Erfolgreich studieren 40+ Verbesserung der Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung der besonderen Voraussetzungen und Gegebenheiten älterer Studierender zur Verbesserung der Übergänge aus der beruflichen in die hochschulische Bildung

 

Förderung des Übergangs von Bankfachwirt- und Bankbetriebswirt-Absolventen in den Bachelor-Studiengang "Management & Financial Markets" an der Frankfurt School of Finance & Management

 

Unterstützende Maßnahmen für lebenslanges Lernen im Sektor Chemie

 

Mentoring for Professional Bridging: Ein Mentoring-Programm zur Unterstützung von Studieninteressierten und Studierenden aus der beruflichen Bildung für ein Studium der Berufspädagogik (Betriebs-, Führungs-, und Ingenieurpädagogik) am KIT

 

Übergang in die Hochschule und Erfolg im Studium durch die Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen fördern - Durchlässigkeit für Pflegeberufe (Hochschule Esslingen)

 

 Projekt "Einsteigen-Zusteigen-Aufsteigen" - Maßnahmen zum Übergangsmanagement zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung zur Erhöhung der Durchlässigkeit und des Anteils an Studierenden aus der Gruppe der beruflich Qualifizierten (FH Brandenburg)

 

Akademische Kompetenzen in den Informationsberufen (AKIB): Vergleichende Bewertung beruflicher und hochschulischer Bildungskarrieren sowie Entwicklung von Ausgleichsmodulen zur Vorbereitung eines B.A. (Fachhochschule Potsdam)

 

Servicestelle zur Förderung lebenslangen Lernens an der Universität Potsdam

 

Förderung von Maßnahmen für den Übergang von der beruflichen in die hochschulische Bildung

 

Erleichterung des Übergangs von beruflicher in die hochschulische Bildung für Augenoptikermeister: Modulare, individualisierte und online-basierte Weiterbildung zur Qualifizierung für Optometrie nach europäischem und internationalem Standard

 

Arbeiten und trotzdem studieren- ein Projekt der Fachhochschule Dresden- Private Fachhochschule (FHD)

 

Anerkennungs- und Übergangsmanagement für die Integration beruflicher, nicht formaler und akademischer Aus- und Weiterbildung im Prozess des Lebenslangen Lernens - AnIA