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Ausbildungsprüfung

Zu jeder Ausbildung gehört auch die Ausbildungsprüfung. Zu diesem Themengebiet ergeben sich einige Anforderungen und Fragen. Wie sind Prüfungen aufgebaut? Welche Prüfungsinstrumente gibt es und was ist bei der Erstellung von Prüfungsaufgaben zu beachten?

Ausbildungsprüfung

Allgemeine Informationen zu Prüfungen

In der Prüfung soll festgestellt werden, ob die Auszubildenden die erforderliche berufliche Handlungskompetenz erworben haben. Das heißt, die Auszubildenden müssen in der Prüfung nachweisen, dass sie die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrschen und die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen, um in ihrem Beruf tätig zu werden.

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Auszubildender zum Zimmermann mit Ausbilder in der Werkstatt

Prüfungstruktur

Den Abschluss von anerkannten Ausbildungsberufen bildet die Abschlussprüfung bzw. Gesellenprüfung. Etwa nach der Hälfte der Ausbildungszeit findet eine Zwischenprüfung statt. Die Zwischenprüfung ist neben dem Ausbildungsnachweis Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung bzw. Gesellenprüfung. Neben der Zwischen- und Abschlussprüfung steht noch eine weitere Prüfungsart zur Verfügung, die „Gestreckte Abschluss- bzw. Gesellenprüfung“.

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Ausbildungsprüfung in der Backstube

Prüfungsinstrumente

Prüfungsinstrumente beschreiben den Prüfvorgang und den Gegenstand der Bewertung in den einzelnen Prüfungsbereichen. Für jeden Prüfungsbereich wird mindestens ein Prüfungsinstrument in der Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufs festgelegt. Es können auch mehrere Prüfungsinstrumente innerhalb eines Prüfungsbereichs miteinander kombiniert werden. 

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Prüfungsausschuss

Die Regelungen zum Aufbau und zur Organisation des Prüfungswesens sind im Berufsbildungsgesetz bzw. der Handwerksordnung festgeschrieben. Für die Abnahme von Prüfungen errichtet die zuständige Stelle Prüfungsausschüsse. Mehrere zuständige Stellen können auch beschließen, einen gemeinsamen Prüfungsausschuss zu errichten (§ 39 BBiG/§ 33 HwO). 

Der Prüfungsausschuss besteht aus mindestens drei Mitgliedern (§ 40 BBiG bzw. § 34 HwO):

  • einer Vertreterin/einem Vertreter der Arbeitnehmerseite,
  • einer Vertreterin/einem Vertreter der Arbeitgeberseite und
  • einer Vertreterin/einem Vertreter der berufsbildenden Schule.

Mindestens zwei Drittel der Gesamtzahl der Mitglieder/-innen müssen Beauftragte der Arbeitgeber/-innen und der Arbeitnehmer/-innen sein. Die Prüferinnen und Prüfer müssen für die Prüfungsgebiete sachkundig und für die Mitwirkung im Prüfungswesen geeignet sein. Die Tätigkeit im Prüfungsausschuss ist ehrenamtlich. Die Mitglieder/-innen werden von der zuständigen Stelle längstens für fünf Jahre berufen (§ 40 BBiG bzw. § 34 HwO).

Bei Interesse an der Prüfertätigkeit können sich erfahrene Ausbilderinnen und Ausbilder an die für ihren Betrieb zuständige Stelle wenden. Darüber hinaus erteilen auch Fachverbände und Gewerkschaften gerne Auskunft.

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Gesellenprüfung im Handwerk

Sicherung und Erhalt der Ausbildungsqualität

Prüferinnen und Prüfer tragen mit ihrer verantwortungsvollen Aufgabe wesentlich zur Sicherung und zum Erhalt der Qualität in der Berufsbildung bei. Die Aufgaben der ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer sind im Berufsbildungsgesetz festgelegt. Noch detaillierter sind sie aber in der Musterprüfungsordnung für die Durchführung von Abschluss- und Umschulungsprüfungen bzw. der Musterprüfungsordnung für die Durchführung von Gesellen- und Umschulungsprüfungen des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zu finden.

Welche Aufgaben haben Prüferinnen und Prüfer?

  • Prüfungsaufgaben erstellen, sofern diese nicht überregional oder von einem Aufgabenerstellungsausschuss erarbeitet werden
  • Prüfungsaufgaben beschließen
  • schriftlich, mündlich und/oder praktisch durchgeführte Prüfungen abnehmen
  • einzelne Prüfungsleistungen sowie die Prüfung insgesamt bewerten und das Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung beschließen
  • den Ablauf der Prüfung und die für die Bewertung wesentlichen Tatsachen schriftlich festhalten
  • an den Sitzungen des Prüfungsausschusses zur Vor- und Nachbereitung der Prüfungen teilnehmen

Die Verfahrensgrundlage bilden die vom Berufsbildungsausschuss der zuständigen Stellen erlassene Prüfungsordnung für die Abschluss- bzw. Gesellenprüfung sowie die Prüfungsbestimmungen der Ausbildungsordnung.

Tipps und Hinweise für Prüferinnen und Prüfer

Wie bereitet man sich am besten auf die Tätigkeit als Prüferin und Prüfer vor? Wie verhält man sich als Prüferin oder Prüfer während der Prüfung und worauf ist nach der Prüfung zu achten? Hier finden Sie Tipps und Hinweise - von der Prüfungsvorbereitung bis zur Nachbereitung von Prüfungen.

Tipps und Hinweise für Prüferinnen und Prüfer

Erstellen von Prüfungsaufgaben

Prüfungen sollen den Nachweis erbringen, ob Auszubildende die berufliche Handlungsfähigkeit erworben haben. Die Entwicklung von geeigneten Prüfungsaufgaben stellt dabei eine herausfordernde Aufgabe dar, bei der es vielfältige Aspekte zu berücksichtigen gibt. Im Folgenden werden Hinweise und Tipps gegeben, die sowohl Personen, die diese Aufgaben stellen als auch Prüferinnen und Prüfern bei dieser verantwortungsvollen Tätigkeit unterstützen und ihnen diese erleichtern sollen.

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Bewerten von Prüfungsleistungen

Die Bewertung von Prüfungsleistungen zählt zu den Kernaufgaben der Prüferinnen und Prüfer. Es ist wichtig, dass der Prüfungssauschuss z. B. vorab Bewertungskriterien der einzelnen Aufgaben festlegt. Diese ergeben sich aus den Prüfungsbestimmungen der Ausbildungsordnung. Bewertet werden die Prüfungsleistungen nach dem 100-Punkte-Schlüssel.

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