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Was bleibt von: TraNaxis

Transfer von Nachhaltigkeit in die berufliche Aus- und Weiterbildungspraxis durch Multiplikatorenqualifizierung

1. Was waren die Highlights Ihrer Projektarbeit?

Es war sehr spannend zu beobachten, wie unsere Weiterbildner/-innen in den verschiedenen Regionen als Teams zusammengewachsen sind. Wir konnten die Begeisterung für das Thema Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung förmlich spüren, als wir in den Workshops zusammengearbeitet haben. Besonders freute uns zu sehen, was dann das betriebliche Ausbildungspersonal, mit Unterstützung unserer Weiterbildner/-innen, an innovativen Projekten und Lernaufgaben in ihren Unternehmen umsetzte.

2. Was trug besonders zum Erreichen der Projektziele bei?

Unser Konzept einer doppelten Multiplikatorenqualifizierung hat schlussendlich entscheidend zum Erfolg unseres Transfervorhabens beigetragen. Der Weg, erst Weiterbildner/-innen mit den pädagogischen Methoden und nachhaltigkeitsorientierten Bildungsinhalten, intensiv zu qualifizieren, sodass diese anschließend gut vorbereitet mit betrieblichen Ausbildungspersonal arbeiten konnten, war sehr zielführend. Die Kooperation mit Industrie- und Handelskammern von Beginn an trug weiterhin maßgeblich zu einer ganzheitlichen Verstetigung der Modellversuchsergebnisse bei.

3. Wo sehen Sie weiteren Handlungsbedarf für zukünftige Arbeiten?

Die Gruppe der betrieblichen Ausbilder/-innen wurden bereits als Schlüsselpersonen für die Verankerung nachhaltiger Bildung in Unternehmen erkannt und beschrieben. Schon in unseren Vorgängerprojekten erkannten wir jedoch, dass der Fokus auch auf Weiterbildner/-innen gerichtet werden muss. Wer qualifiziert diese zu Nachhaltigkeit und betrieblicher Bildung? In unserem Transferprojekt haben wir eine Qualifizierungsreihe erarbeitet, die als Grundlage dienen könnten. Handlungsbedarf sehen wir folglich bei der intensiveren Beschäftigung und Begleitung von Weiterbildner/-innen.

4. Was bleibt von Ihrer Projektarbeit?

Im Transferprojekt konnte ein bundesweites Netzwerk verschiedener Bildungs- und Forschungseinrichtungen etabliert werden, welches auch über das Projektende bestehen bleibt. In den Unternehmen, welche beteiligt waren, verbleiben nachhaltigkeitsorientierte Projekte, welche mitunter fester Bestandteil der Ausbildung von Auszubildenden wurden. Auf diese Weise verfestigt sich nachhaltiges Denken und Handeln sukzessive in den betrieblichen Arbeitsprozessen. Weiterhin soll der konzipierte Zertifikatslehrgang „Nachhaltigkeitsbeauftragter für die Ausbildung (IHK)“ bei den kooperierenden Kammern bzw. Akademien in das Weiterbildungsangebot aufgenommen und langfristig angeboten werden.

Worum ging es im Projekt?

Das Transfervorhaben wurde durch die Universitäten Erfurt und Lüneburg im Verbund mit Praxispartner/-innen umgesetzt. Die beiden Universitäten konnten auf bewährte Ergebnisse und Materialien ihrer bisherigen BBNE-Modellversuche zur nachhaltigkeitsbezogenen Weiterbildung des betrieblichen Bildungspersonals zurückgreifen. In TraNaxis wurden mit dem Ansatz einer doppelten Multiplikatorenqualifizierung ausgewählte Ergebnisse der Modellversuche zusammengefasst und verschiedene Transferwege erprobt, die mit dem betrieblichen Ausbildungspersonal und Weiterbildner/-innen zwei wesentliche Akteursgruppen der Berufsbildung adressierten. Wichtige Merkmale des Ansatzes waren die Verknüpfung traditioneller und innovativer Methoden, ein domänenübergreifendes Vorgehen sowie die optionale Möglichkeit für die Teilnehmenden ein IHK-Zertifikat zu erwerben.