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Zugang zur beruflichen Ausbildung

Berufsorientierung, Berufsvorbereitung und Übergang junger Flüchtlinge in eine berufliche Ausbildung

Foto: Ausbildung von Flüchtlingen
© goodluz – Fotolia.com

Es gibt eine Vielzahl an Angeboten für junge Flüchtlinge, um eine gute berufliche Orientierung zu geben und auf eine Berufsausbildung vorzubereiten. Maßnahmen und Angebote werden auf Bundes- und Landesebene initiiert und existieren auch auf kommunaler Ebene, wo das Gesamtspektrum koordiniert werden muss.

Sprache, Berufsausbildung und Arbeit sind wichtige Eckfeiler der gesellschaftlichen Integration von jungen Flüchtlingen und Asylsuchenden. Diese Elemente spielen auch im betrieblichen Alltag eine große Rolle. Einerseits ist der Zugang zu den Förder- und Qualifizierungsinstrumenten für Flüchtlinge von Bedeutung und auf der anderen Seite sollten auch Betriebe Unterstützungscoaching und Planungssicherheit erhalten.

Es gibt Regelangebote, zu denen Flüchtlinge Zugang haben oder auch spezifische Programme, die explizit für Flüchtlinge konzipiert sind. Eine Übersicht findet auf den Seiten der Fachstelle überaus, z. B. über die Programmdatenbank:
www.ueberaus.de/programme

Die Herausforderung besteht darin, diese Angebote auf kommunaler Ebene zu koordinieren und für jeden und jede die passende Maßnahme ausfindig zu machen. Hier fungieren zentrale Beratungsstellen vor Ort als wichtige Knotenpunkte im Netzwerk von Akteuren und Organisationen, um die Angebote zu koordinieren und anschlussfähig zu gestalten.

Flüchtlinge können unter bestimmten Bedingungen an Instrumenten der Ausbildungsförderung/-begleitung und den Hilfen zur Arbeitsaufnahme (SGB III) partizipieren, z. B. der „Assistierten Ausbildung“ (SGB III, §130), den „ausbildungsbegleitenden Hilfen“ (SGB III, § 75), der „Einstiegsqualifizierung“ (SGB III §54a) oder auch „Berufsausbildungsbeihilfe“ erhalten.

An den Maßnahmen zur Berufsorientierung, die meist in der allgemein bildenden Schule ansetzen, können Flüchtlinge ebenfalls teilhaben. Auch die „Berufseinstiegsbegleitung“, die bereits in der Schule ansetzt und eine Begleitung der jungen Menschen bis in den Start der Ausbildung sicherstellt, kann in Anspruch genommen werden.

Die BIBB-Veröffentlichung "Geflüchtete und berufliche Bildung" möchte dazu beitragen, erste empirisch begründete Antworten zu geben auf die Frage, wie berufliche Bildung Geflüchtete integrieren kann: 
Wissenschaftliches Diskussionspapier "Geflüchtete und berufliche Bildung"


Im Folgenden seien einige Programme vorgestellt:

Programme

Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)
© highwaystarz/fotolia.de

Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)

Eine intensive 13-wöchige Berufsorientierung eröffnet Flüchtlingen Wege in eine Berufsausbildung. Nicht mehr schulpflichtige junge Flüchtlinge werden Schritt für Schritt auf eine Ausbildung im Handwerk vorbereitet und dabei kontinuierlich begleitet.

Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration (KAUSA)
© JOBSTARTER/Foto: Christian Ahrens und Silvia Steinbach

Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration (KAUSA)

KAUSA fördert gezielt die Ausbildungsbeteiligung von Migrantinnen und Migranten durch die Einrichtung von regionalen KAUSA Servicestellen. Diese beraten Selbstständige und Jugendliche mit Migrationshintergrund und deren Eltern sowie jugendliche Flüchtlinge und Unternehmen.

Initiative Bildungsketten
© JOBSTARTER/Foto: Virginia Gerard

Initiative Bildungsketten

Mit der Initiative „Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss“ verzahnen Bund, Länder und Bundesagentur für Arbeit unterschiedliche Angebote zur Förderung von jungen Menschen in der Schule sowie am Übergang in Ausbildung und Studium.