X

Sie verwenden einen veralteten Browser, mit dem nicht alle Inhalte des Internetauftritts www.bibb.de korrekt wiedergegeben werden können. Um unsere Seiten in Aussehen und Funktion in vollem Umfang nutzen zu können, empfehlen wir Ihnen, einen neueren Browser zu installieren.

Das Erreichte ausbauen, den Wettbewerb annehmen

Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe zu Besuch im BIBB

Wie steht es um Neuordnung der Berufsausbildung und Förderung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten im Kfz-Bereich? Über diese und andere Themen informierten sich Vertreter des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe im BIBB.

In seinen einleitenden Worten vor rund 30 Mitgliedern des Berufsbildungsausschusses des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes e.V. (ZDK) in Bonn betonte der Präsident des BIBB, Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, die große Relevanz von Wachstum und Entwicklung. Er bezog sich dabei auch auf das schon Erreichte im Kfz-Bereich, den er als „vorbildlich“ bezeichnete. Gleichwohl riet er dazu, nachgefragte Qualität und erarbeiteten Erfolg möglichst als Ansporn für weiteres Engagement zu sehen. „Denn in Zukunft gilt es nicht zuletzt im Handwerk noch mehr, die Ansprüche der jungen Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, sehr ernst zu nehmen.“ Dazu zähle zum Beispiel die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Aufgabe der Verantwortlichen sei es darüber hinaus, zumal im Wettbewerb um jene Talente zu bestehen, denen die Hochschule ebenfalls offenstehe. Nach Ansicht Essers bietet hier die Digitalisierung die große Chance, „das Handwerk wieder zu dem zu machen, was es schon immer war — sehr attraktiv“. Einen „Irrweg“ nannte er es indes, das Studium zu „verberuflichen“ und Berufsbildung zu „akademisieren“. Vielmehr sei es wichtig, die Durchlässigkeit zwischen diesen Bereichen auszubauen und deren Gleichwertigkeit anzuerkennen, so der BIBB-Präsident.

Kompetenzorientierung, Einbeziehung des Rahmenlehrplans, einheitliche Verwendung von Begriffen — das sind nur einige der Stichworte, die Gabriele Jordanski mit Leben füllte, als sie dem Berufsbildungsausschuss von der Neuordnung der Berufsausbildung zum Automobilkaufmann bzw. zur Automobilkauffrau berichtete. Jordanski, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Arbeitsbereichs „Kaufmännische Berufe, Berufe der Medienwirtschaft und Logistik“ im BIBB, erläuterte den Besucherinnen und Besuchern außerdem Grundlagen, Handlungsfelder und weitere Verfahrensschritte der Neuordnung.

Den Blick auf die Förderung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten (ÜBS) im Kfz-Bereich lenkte dann Alexandra Kurz, die im BIBB den Arbeitsbereich „Überbetriebliche Berufsbildungszentren, Regionale Strukturentwicklung“ leitet. Welche Zwecke zum Beispiel verfolgt die Förderung der ÜBS nach den derzeit geltenden Richtlinien? Der Vortrag zeigte: Es geht etwa darum, die Ausbildungsfähigkeit vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie die beruflichen Zukunftschancen von Auszubildenden zu unterstützen. Ferner sollen durch Maßnahmen zur Förderung der Fort- und Weiterbildung die selbsttragenden Wachstumskräfte von KMU zunehmen.