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Ausbildungsvergütung

Datenbank Ausbildungsvergütungen

Logo der Datenbank Ausbildungsvergütungen

Seit über 35 Jahren beobachtet und analysiert das Bundesinstitut für Berufsbildung die Entwicklung der tariflichen Ausbildungsvergütungen. Hierzu wurde eine "Datenbank Ausbildungsvergütungen" aufgebaut, die es ermöglicht, die durchschnittlichen Vergütungen für nahezu alle quantitativ bedeutenden Ausbildungsberufe jährlich auf aktuellem Stand (Stichtag: 1. Oktober) zu ermitteln.

Einbezogen in die Datenbank sind derzeit 184 Ausbildungsberufe in den alten und 152 Berufe in den neuen Ländern. 89 % der Auszubildenden in den alten und 80 % der Auszubildenden in den neuen Ländern werden gegenwärtig in den erfassten Berufen ausgebildet.

Die wichtigsten Ergebnisse der regelmäßigen Auswertungen werden jedes Jahr veröffentlicht. Die neuesten Angaben liegen zurzeit für das Jahr 2013 vor.


Weitere Informationen:

Die zentralen Ergebnisse der Beobachtung und Analyse der Langzeitentwicklung der tariflichen Ausbildungsvergütungen von 1976 bis 2010 sind als Wissenschaftliches Diskussionspapier veröffentlicht:

Verfügbare Datensammlungen

Hintergrundinformationen zu den Gesamtübersichten der durchschnittlichen tariflichen Ausbildungsvergütungen

  • Die Datenbank Ausbildungsvergütungen umfasst ausschließlich Berufe, die nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) im dualen System, d.h. in Betrieb und Berufsschule, ausgebildet werden. Hier haben die Auszubildenden gegenüber ihrem Ausbildungsbetrieb einen rechtlichen Anspruch auf eine angemessene Vergütung (§ 17 BBiG).
  • In den meisten Branchen wird die Höhe der Ausbildungsvergütungen zwischen den Tarifpartnern (Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften) vereinbart. Dabei wird keine Unterscheidung nach dem Ausbildungsberuf vorgenommen. Innerhalb einer Branche hängt die Vergütungshöhe also nicht davon ab, in welchem Beruf ausgebildet wird. Allerdings gibt es in den meisten Branchen mehr oder weniger große regionale Vergütungsunterschiede, insbesondere zwischen West- und Ostdeutschland.  
  • Zwischen den Branchen bestehen zum Teil beträchtliche Unterschiede in der Höhe der tariflichen Ausbildungsvergütungen. Deshalb kann die Vergütung in ein und demselben Beruf sehr stark variieren, je nach dem, in welcher Branche die Ausbildung stattfindet, d.h. welcher Branche der Ausbildungsbetrieb angehört.
  • Aufgrund der regionalen und branchenspezifischen Unterschiede existiert für den einzelnen Beruf in der Regel keine einheitliche Ausbildungsvergütung. Im Rahmen der Datenbank Ausbildungsvergütungen werden daher auf Grundlage der unterschiedlichen Vereinbarungen aus rund 500 bedeutenden Tarifbereichen Deutschlands Vergütungsdurchschnitte pro Beruf ermittelt. Im individuellen Fall kann die tatsächlich gezahlte Vergütung deutlich vom Durchschnittswert des betreffenden Berufs abweichen. 
  • Einige Berufe können nicht einbezogen werden, da sie in Bereichen ausgebildet werden, in denen keine tariflichen Vereinbarungen zu den Ausbildungsvergütungen geschlossen werden (z.B. "Rechtsanwaltsfachangestellte/-r", "Steuerfachangestellte/-r").
  • Generell können in den Berechnungen für die einzelnen Berufe nur diejenigen Wirtschaftsbereiche berücksichtigt werden, in denen auch tarifliche Regelungen existieren. Insbesondere für die Berufe "Fachinformatiker/-in", "Informatikkaufmann/-frau", "Informations- und Telekommunikationssystem-Elektroniker/-in" sowie "Informations- und Telekommunikationssystem-Kaufmann/-frau" ist darauf hinzuweisen, dass es in der IT-Branche zum Teil keine tarifvertraglichen Festlegungen der Ausbildungsvergütungen gibt.
  • Die tariflichen Vergütungssätze sind für tarifgebundene Betriebe verbindliche Mindestbeträge, d.h. niedrigere Zahlungen sind unzulässig, übertarifliche Zuschläge dagegen möglich. Eine Tarifbindung liegt vor, wenn der Betrieb dem Arbeitgeberverband angehört, der einen entsprechenden Tarifvertrag abgeschlossen hat. Nicht tarifgebundene Ausbildungsbetriebe orientieren sich häufig an den in ihrer Branche und Region geltenden tariflichen Sätzen, die sie jedoch nach derzeitiger Rechtsprechung um bis zu 20 % unterschreiten dürfen. In nicht tarifgebundenen Betrieben kann die tatsächlich gezahlte Ausbildungsvergütung im Einzelfall daher erheblich unter dem in der Datenbank ermittelten tariflichen Durchschnittswert des betreffenden Berufs liegen.
  • Bei den tariflichen Ausbildungsvergütungen handelt es sich um Bruttobeträge. Sofern die Vergütung monatlich über 325 € liegt, sind vom Auszubildenden Sozialversicherungsbeiträge zu leisten. Gegebenenfalls erfolgt auch ein Einkommenssteuerabzug, wenn der Grundfreibetrag mit dem Gesamteinkommen (Ausbildungsvergütung und ggf. sonstige Einkünfte) überschritten ist.
  • Die Auswertungen im Rahmen der Datenbank Ausbildungsvergütungen beschränken sich auf stärker besetzte Berufe (d.h. Besetzungszahl von mindestens rund 500 Auszubildenden im Jahr der Erstaufnahme des Berufs in die Datenbank). Neu geschaffene Ausbildungsberufe werden daher zunächst noch nicht berücksichtigt.
  • In der außerbetrieblichen Ausbildung, die durch staatliche Programme oder auf gesetzlicher Grundlage mit öffentlichen Mitteln finanziert wird, gelten die tariflichen Ausbildungsvergütungen nicht. Die hier gezahlten Ausbildungsvergütungen werden staatlich festgesetzt und liegen in der Regel erheblich niedriger als die tariflichen Sätze.
  • Nicht einbezogen sind in die Datenbank Ausbildungsvergütungen die Berufe, in denen die Ausbildung nicht nach Berufsbildungsgesetz (BBiG), sondern nach sonstigen bundes- oder landesrechtlichen Regelungen erfolgt (z.B. Berufe in der Kranken- und Altenpflege, Assistentenberufe); hierfür liegen keine Angaben vor.

Stand der Information: Januar 2014

Letzte Änderung: 06.01.2014


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Der Präsident
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