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Ordnungsarbeit im BIBB

Menschen, aus der Vogelperspektive aufgenommen, sitzen bei einem Arbeitstreffen an einem Tisch. Auf dem Tische befinden sich Papiere und ein Laptop.

Ein modernes und leistungsfähiges Ausbildungssystem lebt insbesondere von der Qualität seiner Ausbildungsordnungen. Sie bilden die Grundlage für eine zukunftsweisende Berufsausbildung als Voraussetzung für lebenslanges Lernen.

Die Gestaltung moderner Ordnungsmittel für zukunftsfähige Ausbildungsordnungen
erfolgt in einem dreischrittigen Prozess, der folgende Phasen umfasst:

  1. Vorfeldforschung/ Qualifikationsbedarfsanalysen
  2. Entwicklung von Ordnungsmitteln
  3. Evaluation von Ordnungsmitteln

Vorfeldforschung/Qualifikationsbedarfsanalysen
In den Vorfelduntersuchungen wird der Bedarf zukünftiger Qualifikationen, die für die Modernisierung oder Neuordnung von Ausbildungsberufen notwendig sind, möglichst präzise analysiert. Hierbei werden Konsequenzen für die Neuordnungsarbeit abgeleitet. Dabei sind die Arbeiten unterschiedlich angelegt und umfassen entweder breit angelegte Feldstudien oder Kurzexpertisen.

Entwicklung von Ordnungsmitteln
Ausgang einer Neuordnung von Ausbildungsberufen im dualen System auf der Grundlage der §§ 4 und 5 des Berufsbildungsgesetzes und der Handwerksordnung ist ein entsprechender Qualifikationsbedarf in der Wirtschaft. In einem Antragsgespräch beim zuständigen Bundesministerium, in der Regel das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI), werden im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie im Konsens mit den Spitzenorganisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer die jeweiligen bildungspolitischen Eckwerte festgelegt, die die Grundlage für die Erarbeitung des Entwurfs der Ausbildungsordnung und deren Abstimmung mit dem Rahmenlehrplan des Sekretariats der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK) bilden.
Der Entwurf der Ausbildungsordnung (für den betrieblichen Teil der Ausbildung) wird grundsätzlich unter Federführung des Bundesinstituts für Berufsbildung in Zusammenarbeit mit den Sachverständigen, die von den Spitzenorganisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer benannt werden, erarbeitet. Der Entwurf des Rahmenlehrplans (für den schulischen Teil der Ausbildung) wird von den Sachverständigen der Länder, die von den einzelnen Kultusministerien benannt werden, erarbeitet. Die inhaltliche und zeitliche Abstimmung der beiden Entwürfe erfolgt u. a. durch die gegenseitige Teilnahme an Sitzungen der Sachverständigen.
Der Erlass der Ausbildungsordnungen erfolgt durch ihre Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt. In der Regel treten neue Ausbildungsordnungen zum folgenden 1. August in Kraft, also zu Beginn eines neuen Ausbildungsjahres. Ausbildungsordnung, Rahmenlehrplan und Ausbildungsprofil werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Evaluation von Ordnungsmitteln
Die Evaluation von Ausbildungsordnungen im Nachgang zur Ordnungsarbeit ist ein wichtiger Schritt zur Qualitätssicherung der Ordnungsarbeit insgesamt. Evaluationen werden auf Basis anerkannter wissenschaftlicher Standards durchgeführt und zielen darauf, Praxis- und Anwendungstauglichkeit der entwickelten Ordnungsmittel zu untersuchen und wichtige Hinweise für die Gestaltung neuer Ordnungsmittel zu geben.