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DABEI: Digitalisierung in der betrieblichen Ausbildung von Menschen mit Behinderung

Einzelvorhaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB)

Mann in Rollstuhl in einer Elektronikfirma
© industrieblick - AdobeStock

Menschen mit Behinderung beruflich stärker zu integrieren, wird in Deutschland immer wichtiger. Betriebe setzen dabei das Ziel der Inklusion um und reagieren zugleich auch auf Fachkräfteengpässe. Die Digitalisierung bietet vielfältige Möglichkeiten, um Menschen mit Behinderung in der Arbeitswelt und in der betrieblichen Ausbildung zu unterstützen. Wenn Betriebe beispielsweise barrierefreie Software und Lernmedien in der Ausbildung einsetzen, können Menschen mit Behinderung leichter am Berufsleben teilhaben.

Die zunehmende Digitalisierung hat weitreichende Auswirkungen auf die Arbeitswelt und somit auch auf die betriebliche Ausbildung. Inzwischen sind alle Wirtschaftsbereiche und der Großteil der Betriebe von Digitalisierung betroffen. In größeren Industrieunternehmen steht die Frage der Aus- und Weiterbildung von Arbeitskräften für die Herausforderungen hochgradig technologischer Arbeitszusammenhänge bereits auf der Tagesordnung und es werden entsprechende Strategien entwickelt. Gleichzeitig gewinnt die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung vor dem Hintergrund des Zieles der Inklusion aber auch aufgrund zunehmender Fachkräfteengpässe an Bedeutung. Zwar bildet etwa ein Viertel der ausbildungsberechtigten Betriebe Jugendliche mit Behinderungen aus oder hat dies in den letzten fünf Jahren getan. Dennoch sind Menschen mit Behinderung seltener auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erwerbstätig.

Über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Bereitschaft von Betrieben, Menschen mit Behinderung auszubilden, ist bislang wenig bekannt. Zentrale Frage des Projektes ist daher, inwiefern die zunehmende Digitalisierung für die betriebliche Ausbildung von Menschen mit Behinderung inklusionshemmend oder –fördernd ist (digital divide). Um Antworten zu finden, sollen im Rahmen des Vorhabens Analysen auf Basis eines Zusatzmoduls des BIBB-Betriebspanels zu Qualifizierung und Kompetenzentwicklung (BIBB-Qualifizierungspanel) durchgeführt werden. Dabei wird neben der allgemeinen digitalen Ausstattung des Betriebes der Einsatz von Arbeitsmitteln, assistiver Technologien und barrierefreier Software und Lernmedien im Zusammenhang mit der betrieblichen Ausbildungsbeteiligung von Menschen mit Behinderung untersucht.