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Ausbildungsabbrüche und Vertragslösungen

Nicht jede Vertragslösung ist ein Ausbildungsabbruch!

Vertragslösungen sind vor Ablauf der im Berufsausbildungsvertrag genannten Ausbildungszeit gelöste Ausbildungsverträge. Hierbei ist zu beachten, dass eine Vertragslösung nicht unbedingt einen endgültigen Abbruch der Berufsausbildung bedeutet; auch Betriebs- oder Berufswechsel innerhalb des dualen Systems können mit Vertragslösungen einhergehen.

Vertragslösung

Zu einer vorzeitigen Lösung des Vertrags kann es sowohl seitens des Auszubildenden, als auch des Ausbildungsbetriebes oder in beiderseitigem Einvernehmen kommen. Die Gründe für Vertragslösungen sind vielfältig und mitunter komplex. Sie reichen von Betriebsschließungen und gesundheitlichen Gründen, revidierten Berufswahlentscheidungen bis hin zu Konflikten zwischen Ausbildern und Auszubildenden.

Auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31.12.) berechnet das BIBB jährlich die Vertragslösungsquote (keine Abbrecherquote!).

Leider kann auf Basis der Berufsbildungsstatistik nicht erfasst werden, bei welchen Vertragslösungen es sich um Abbrüche handelt. Eine der Studienabbruchquote vergleichbare Abbruchquote für die duale Berufsausbildung kann auf Basis der vorliegenden Daten nur mit einem Vergleich zwischen Erstabsolventenzahlen 2012 und den Anfängerzahlen der Vorjahre grob kalkuliert werden. Diese Kalkulation ist jedoch mit Unsicherheit behaftet.

Duale Berufsausbildung ohne Abschluss

Die BIBB-Übergangsstudie 2011 untersucht, wie häufig eine duale Berufsausbildung ohne Abschluss beendet wird. Betrachtet werden dabei Jugendliche, die erstmals in eine duale Berufsausbildung eingemündet waren, diese aber im ursprünglich gewählten Beruf nicht erfolgreich abgeschlossen haben.

Es handelt sich also um Jugendliche, deren Ausbildung im betreffenden Beruf entweder vor der Abschlussprüfung endete oder die die Abschlussprüfung (endgültig) nicht bestanden haben. Nicht hierzu zählen Jugendliche, die während ihrer Ausbildung im ursprünglichen Beruf den Betrieb wechselten oder die Ausbildung unterbrochen und später im gleichen Beruf wieder weitergeführt haben.

Ausbildungsabbruch

Im Herbst 2002 hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine Befragung bei rund 2 300 Jugendlichen, deren Ausbildungsvertrag im Ausbildungsjahr 2001/2002 gelöst wurde, durchgeführt. Neben den Gründen für die Vertragslösung wurde auch der weitere Verbleib der Jugendlichen nach der Lösung erfragt, sodass auch Ausbildungsabbrüche als Teilgruppe aller Lösungen untersucht werden konnten.

2009 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Expertise "Ausbildungsabbrüche vermeiden - neue Ansätze und Lösungsstrategien" veröffentlicht. Hier werden Wege aufgezeigt, die einen Ausbildungsabbruch vermeiden können.