Qualitätssicherung im Handwerk
BIBB-Präsident Esser würdigt Vorreiterrolle der HWK Hannover
27.11.2014
Die Handwerkskammer (HWK) Hannover unterstützt Betriebe bei der Optimierung ihrer Ausbildungsqualität. 15 ausbildende Handwerksbetriebe aus der Region Hannover erhielten jetzt im Beisein von BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser die ersten Zertifikate für ihre ausgezeichneten Ausbildungsleistungen.
Angesichts der demografischen Entwicklung, der zunehmenden Studierneigung junger Männer und Frauen sowie der wachsenden Passungsprobleme auf dem Ausbildungsstellenmarkt kommt der Weiterentwicklung der Ausbildungsqualität im Handwerk eine entscheidende Bedeutung zu, um den künftigen Fachkräftebedarf zu decken. Die HWK Hannover stellt Betrieben die im Rahmen des Modellversuchs „Qualitätsentwicklung in der Ausbildung in Handwerksbetrieben“ entwickelten praxisnahen Hinweise, nützlichen Unterlagen und attraktiven Weiterbildungsangebote zur Verfügung, damit diese auch künftig systematisch die Qualität ihrer Ausbildung steigern können.
BIBB-Präsident Esser würdigte die Vorreiterrolle der HWK Hannover in diesem zentralen Bereich der dualen Berufsausbildung. Er betonte insbesondere die Rolle des Betriebes als attraktiver und leistungsfähiger Lernort. „Das Qualitätsprojekt der Handwerkskammer Hannover stellt einen hervorragenden Ansatz dar. Besonders erfreulich ist, dass die Ergebnisse und entwickelten Instrumente bereits eine große Verbreitung erfahren.“ Inzwischen haben mehr als 30 Handwerkskammern das von der HWK Hannover entwickelte Konzept zur Ausbildungsverbesserung übernommen. Projektpartner der HWK Hannover war die Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) in Düsseldorf.
Seit Ende 2010 haben bundesweit insgesamt zehn Modellversuche vielfältige Maßnahmen zur Steigerung der Qualität der betrieblichen Berufsausbildung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Handwerk, Industrie und im Dienstleistungsbereich entwickelt und erprobt. Das Modellprogramm „Entwicklung und Sicherung der Qualität in der betrieblichen Berufsausbildung“ wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gefördert.