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Ganzheitliches Qualitätsmanagementsystem in der lernorientierten Berufsausbildung (Q:LAB)

Der Modellversuch Q:LAB erarbeitete ein ganzheitliches lernorientiertes Qualitätsmanagementsystem für die Berufsausbildung in KMU. Er nutzte vorhandene und entwickelte neue Instrumente und Verfahren der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Als Orientierungspunkt für eine gute Ausbildungsqualität gilt dabei der Erwerb umfassender beruflicher Handlungsfähigkeit im Kontext einer gestaltungsorientierten Berufsbildung. Dazu gehört die Entwicklung beruflicher Identität. Kernbestandteil von Q:LAB ist die Reflexion der Sinn- und Bedeutungszusammenhänge der am Lernprozess beteiligten Akteure (Auszubildende, Ausbilder/innen, Ausbildungs- und Personalleiter/innen, Führungskräfte aus Produktion und Verwaltung, Betriebsräte, Jugend- und Ausbildungsvertretungen) über berufliche Bildung.

Q:LAB ist ein Beitrag zur Verknüpfung von Arbeiten und Lernen und fördert die strategische Vernetzung einer gestaltungs- und beteiligungsorientierten Berufsbildung mit Unternehmens- und Organisationsentwicklung. Angestrebt wird ein dynamisches System, das die Verständigung über Qualität in der Ausbildung in Gang bringt und in kooperativen Prozessen die Ausbildung hemmende und fördernde Faktoren identifiziert, im Diskurs Handlungsbedarf aufdeckt und die Entwicklung von Alternativen ermöglicht.

Vorgehen:
Bereits die Präsentation des Modellversuchs im Rahmen der Akquisition von Betrieben ist der Start für die Bestandsaufnahme und der erste Schritt des konzeptionellen Entwicklungsprozesses mit den betrieblichen Akteuren, die im Modellversuch die Rolle von Mit-Forschern und Mit-Entwicklern von Konzeption, Verfahren und Instrumenten übernehmen. Der Modellversuch orientierte sich dabei an dem erfolgreich erprobten E5-Ansatz (Entdecken - Enttarnen - Erfinden - Erproben - (Selbst-)Evaluieren). Auf diese Weise wird der Grundstein für eine jährliche Ausbildungsqualitätskonferenz gelegt. Durchgeführt wurde der Modellversuch mit zehn KMU, die in überbetrieblichen Kooperationsnetzwerken zusammenarbeiten und in Entwicklungs- und Erprobungswerkstätten dem Q:LAB konzeptionelle und praktische Konturen gaben. Hinzu kamen Expertenworkshops. Betriebliche Akteure wurden zur Berufsausbildung befragt. Der Transfer startete unmittelbar nach Projektbeginn.

Ergebnisse:
Mit Q:LAB entsteht ein ganzheitliches lern- und lernerorientiertes Qualitätsmanagementsystem, das von der Förderung individueller, struktureller und institutioneller Potenzialförderung her denkt. In Pilotseminaren für Führungskräfte, Ausbilder/innen und Betriebsräte sowie Jugend- und Auszubildendenvertretungen, durch Aktivitäten innerhalb der Gewerkschaften und in Seminaren für Hochschulstudierende wurden das Konzept, die entwickelten Verfahren und Instrumente und die Projekterkenntnisse verbreitet