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Erfolgsquote II - teilnehmerbezogene Erfolgsquote (EQ II)

Systematische Indikatorenbeschreibung

Name

Erfolgsquote II (EQ II) - teilnehmerbezogene Erfolgsquote

Kernaussage (am Beispiel des Berichtsjahres 2009)

Im Jahr 2009 haben 93,8 % aller Prüfungsteilnehmer/-innen die Abschlussprüfung bestanden.

Aktualität

Die Daten sind mit etwa einem Jahr Zeitverzug verfügbar.

Bedeutung für die berufliche Bildung

Der Indikator

  • gibt an, wie groß der Anteil der Prüfungsteilnehmer/-innen an allen Prüfungsteilnehmern ist, die die Abschlussprüfung bestanden haben, wobei es unerheblich ist, ob sie die Prüfung im ersten Versuch oder beim Wiederholungsversuch bestanden haben;
  • lässt erkennen, wie groß der Anteil der Prüfungsteilnehmer/-innen ist, die einen qualifizierten Berufsabschluss erwerben;
  • ermöglicht Vergleiche im Zeitverlauf und zwischen verschiedenen Berufen, Zuständigkeitsbereichen u. ä.;
  • verweist auf die Leistungsfähigkeit des dualen Systems.

Bezugsgrößen

Zähler:
Anzahl der im Berichtsjahr bestandenen Prüfungen

Nenner:
Bis 2006: Anzahl der im Berichtsjahr durchgeführten Prüfungen abzüglich der Anzahl der Wiederholungsprüfungen im Berichtsjahr
Seit 2007: Anzahl der Prüfungsteilnehmer/-innen im Berichtsjahr

Anmerkungen zur Bezugsgröße:
Zähler:
Die Anzahl der bestandenen Prüfungen ist identisch mit der der erfolgreichen Prüfungsteilnehmer/-innen.

Nenner:
Bis zur Umstellung der Berufsbildungsstatistik im Jahr 2007 von Aggregat- auf Einzeldaten konnte die Anzahl der Prüfungsteilnehmer/-innen nur näherungsweise ermittelt werden, indem die Anzahl aller Prüfungen um die Zahl der Wiederholungsprüfungen korrigiert wurde. Dahinter steht folgender Sachverhalt: Bis 2006 wurden mit den Aggregatdaten der Berufsbildungsstatistik ausschließlich die Prüfungsteilnahmen (Prüfungsfälle) erfasst. Damit bestand die Möglichkeit, dass Prüfungsteilnehmer/-innen mehrfach gezählt wurden, etwa dann, wenn sie im Berichtsjahr an (bis zu zwei) Wiederholungsprüfungen zu einer ebenfalls im Berichtsjahr nicht bestandenen Prüfung teilgenommen haben. Durch die Korrektur der Gesamtzahl der Prüfungsteilnahmen um die Teilnahmen an Wiederholungsprüfungen wird versucht, Mehrfachzählungen auszugleichen. Der resultierende Wert ist allerdings nur ein Näherungswert für die Anzahl der Prüfungsteilnehmer/-innen, weil aus der Aggregatstatistik nicht hervorgeht, ob einzelne Personen a) im Berichtsjahr ein oder zwei Wiederholungsprüfungen abgelegt haben oder b) im Berichtsjahr nur eine Wiederholungsprüfung zu einer im Vorjahr stattgefundenen Erstprüfung abgelegt haben.

Ab dem Berichtsjahr 2007 ist eine solche Korrektur nicht mehr erforderlich, weil sich nun die Zahl der Prüfungsteilnehmer/-innen direkt ausweisen lässt.

Berechnungsformel

Bis 2006:

Seit 2007:

Mögliche Differenzierungen

Bis zum Jahr 2006 wurden die Prüfungsdaten in der Berufsbildungsstatistik als Aggregatdaten erfasst, wodurch sich die Differenzierungsmöglichkeiten im Wesentlichen auf die Merkmale

  • Geschlecht,
  • Zuständigkeitsbereich,
  • Region (u. a. Ost/West; Bundesland) und
  • Erhebungsberufe (und darüber gebildete Aggregate)

beschränkte. Seit der Umstellung der Berufsbildungsstatistik auf Einzeldaten bestehen umfassende Differenzierungsmöglichkeiten nach allen Merkmalen der Berufsbildungsstatistik. So sind etwa auch Differenzierungen nach allgemeinbildendem Schulabschluss oder Staatsangehörigkeit möglich. Derzeit konzentrieren sich die Differenzierungen allerdings noch weitgehend auf die bisherigen Merkmale (vgl. hierzu auch die Erläuterungen unter URL: https://www.bibb.de/dokumente/pdf/dazubi_daten.pdf).

Datenquelle

Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder

Stichtag/Betrachtungszeitraum

Der Indikator ist zeitraumbezogen und spiegelt die Situation in einem bestimmten Berichtsjahr, das mit dem Kalenderjahr übereinstimmt, wider.

Hinweise zur Güte des Indikators

Die EQ II ermöglichte bis 2006 nur eine näherungsweise Angabe zum Anteil der erfolgreichen Prüfungsteilnehmer/-innen an allen Prüfungsteilnehmern (siehe unter Bezugsgrößen).
Seit der Umstellung der Berufsbildungsstatistik auf Einzeldaten im Jahr 2007 braucht die Zahl der Prüfungsteilnehmer/-innen nicht mehr näherungsweise ermittelt zu werden, sondern kann direkt anhand der Statistik ausgewiesen werden. Wird die EQ II dennoch auf "hergebrachte" Weise berechnet, ist zu berücksichtigen, dass seit 2007 je Person nicht mehr alle Wiederholungsprüfungen gezählt werden, sondern maximal eine (die letzte). Damit fällt die Zahl der Wiederholungsprüfungen gegenüber den Jahren bis 2006 geringer und die EQ II tendenziell niedriger aus. Ab 2010 werden alle Wiederholungsprüfungen gezählt.
Ferner ist zu berücksichtigen, dass bis 2006 zu den Teilnahmen an Abschlussprüfungen auch die Teilnahmen an sogenannten Externenprüfungen und im Handwerk auch die Umschulungsprüfungen gezählt wurden. Erst seit der Umstellung der Berufsbildungsstatistik auf Einzeldaten werden "sonstige Prüfungen", zu denen auch die Externenprüfungen und Umschulungsprüfungen gehören, getrennt erfasst.
Damit lässt sich der Anteil der erfolgreichen Prüfungsteilnehmer/-innen an allen Prüfungsteilnehmern mit der EQ II seit der Umstellung der Berufsbildungsstatistik insgesamt präziser ausweisen.

Sonstige Interpretationshinweise (Häufig gestellte Fragen)

Aufgrund der Umstellung der Berufsbildungsstatistik von Aggregat- auf Einzeldaten sind ab 2007 Vergleiche des Indikators mit den Vorjahren nur eingeschränkt möglich.

Darstellung auf der Grundlage der Veröffentlichung von
Dionisius, Regina; Lissek, Nicole; Schier, Friedel [Hrsg.]:
Beteiligung an beruflicher Bildung - Indikatoren und Quoten im Überblick. - Bonn, 2012
(Wissenschaftliche Diskussionspapiere / Bundesinstitut für Berufsbildung ; 133)

Aktualisierung: August 2015

Literaturhinweise

EBBINGHAUS, MARGIT: Teilnahmen an Abschlussprüfungen sowie Berufsabschlüsse. In: BUNDESINSTITUT FÜR BERUFSBILDUNG (Hrsg.): Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2011. Bonn, 2011. S. 173-178
URL: https://datenreport.bibb.de/html/dr2011.html  [letzter Zugriff: 01.07.2011]

Hinweis: Seit Ausgabe 2011 neue Berechnungsweise, die auf Basis der Einzeldaten der Berufsbildungsstatistik möglich wurde; in den Jahren zuvor: frühere Berechnungsweise, die auf Basis der Aggregatdaten konzipiert wurde.