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BA/BIBB-Bewerberbefragung 2018

Hintergrund zur BA/BIBB-Bewerberbefragung 2018

2018 wurde der Untersuchungsansatz der BA/BIBB-Bewerberbefragung grundlegend verändert. Anders als in den Vorjahren wurde nicht mehr die Gesamtgrupp der gemeldeten Bewerber/-innen, sondern entweder die Gruppe der Bewerber/-innen im Kontext Fluchtmigration (BA/BIBB-Fluchtmigrationsstudie 2018) und oder die Gruppe der Bewerber/-innen ohne Kontext Fluchtmigration (BA/BIBB-Bewerberbefragung) im Rahmen von zwei getrennten Studien befragt. Das Vorgehen wurde gewählt, um zielgruppenspezifische Befragungsinstrumente einsetzen und Analysen durchführen zu können.

Aussagen über die Gesamtgruppe der gemeldeten Ausbildungsstellenbewerber/-innen sind dennoch weiterhin möglich, indem die beiden Studien zusammengefasst und gewichtet werden. Die Gewichtung erfolgt anhand der Merkmale Geschlecht, offiziell registrierter Verbleib, Wohnregion und ggf. Fluchthintergrund.

 

Informationen zum Aufbau der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2018

Im Rahmen der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2018 wurden ausschließlich Personen ohne Kontext Fluchtmigration befragt. Ziel der Studie ist es, Informationen über die Situation von Bewerbern bzw. Bewerberinnen am Übergang in Ausbildung zu erhalten, die über die Aussagen der Ausbildungsmarktstatistik hinausgehen. Durch die Erhebung können nicht nur bildungspolitisch relevante Zielgruppen (Personen mit Migrationshintergrund, Altbewerber/-innen, unbekannt verbliebene Bewerber/-innen) untersucht und im Zeitverlauf stattgefundene Veränderungen aufgezeigt werden, sondern auch detaillierte Angaben zu den Such- und Bewerbungsprozessen der Ausbildungsstellenbewerbern bzw. -bewerberinnen, zu ihren schulischen Voraussetzungen, ihrem Verbleib und ihren Einmündungschancen in eine duale Berufsausbildung nach BBiG/HwO gewonnen werden. So wird beispielsweise den Fragen nachgegangen, wie vielen Bewerbern und Bewerberinnen der Übergang in eine Ausbildung gelungen ist und was letztlich die Determinanten eines erfolgreichen Übergangs sind. Für Bewerber/-innen, die nicht in eine Ausbildungsstelle eingemündet sind, wird geprüft, was sie stattdessen tun (z. B. Jobben), ob sie ihren Ausbildungswunsch aufrechterhalten und was sie von erfolgreichen Bewerbern und Bewerberinnen unterscheidet. Neben diesen Standardfragen greift die BA/BIBB-Bewerberbefragung immer auch ein Thema aus der aktuellen bildungspolitischen Diskussion auf. 2018 wurde der Frage nachgegangen, welche Berufsmerkmale und beruflichen Rahmenbedingungen bei Jugendlichen eine ablehnende Haltung hervorrufen und letztlich dazu führen, dass bestimmte Ausbildungsberufe nicht gewählt werden.

 

Grundgesamtheit

Die Grundgesamtheit der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2018 umfasst Personen, die bei der BA als Ausbildungsstellenbewerber/-innen registriert waren. Das heißt, alle Personen hatten im Berichtsjahr 2017/2018 Kontakt mit der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit (Arbeitsagenturen und Jobcenter in gemeinsamer Trägerschaft)und ihr einen Vermittlungsauftrag für eine duale Ausbildung nach BBiG/HwO erteilt. Bewerber/-innen aus dem Zuständigkeitsbereich von Jobcentern in kommunaler Trägerschaft (JC zkT) konnten nicht berücksichtigt werden. Da die BA ausschließlich ausbildungsreife Personen bei der Vermittlung unterstützt, besitzen die registrierten Bewerber/-innen per Definition die notwendige Ausbildungsreife, um eine Ausbildung zu beginnen.

Berücksichtigt wurden nur Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Anders als in den Vorjahren wurden Bewerber/-innen, die im Rahmen der Ausbildungsmarktstatistik der BA den Status Bewerber/-innen im Kontext Fluchtmigration erhalten hatten, ausgeschlossen. Sie wurden im Rahmen der BA/BIBB-Fluchtmigrationsstudie 2018 befragt.

 

Stichprobe

Aus der so definierten Grundgesamt der Bewerber/-innen ohne Kontext Fluchtmigration (477.805 Bewerber/-innen) wurde vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) eine 6,3 prozentige Zufallsstichprobe gezogen. Grundlage für die Stichprobenziehung war die Ausbildungsmarktstatistik der BA. Die Auswahl erfolgte unter Beteiligung aller Arbeitsagenturbezirke (AAB). Die Stichprobe umfasst 30.008 Bewerber/-innen ohne Kontext Fluchtmigration.

 

Ablauf

Wie in den Vorjahren fand von November 2018 bis Januar 2019 eine schriftlich-postalische Befragung statt. Die Befragung wurde anonym durchgeführt.

 

Analysestichprobe

Von den 30.008 angeschriebenen Bewerbern bzw. Bewerberinnen konnten 29.203 Personen erreicht werden; 805 Fragebögen konnten postalisch nicht zugestellt werden. Insgesamt sendeten 4.757 Personen einen ausgefüllten Fragebogen zurück, sodass die bereinigte Rücklaufquote bei 16 % lag. In die Auswertung gelangten 4.366 Bögen; ausgeschlossen wurden Fragebögen, die in den Gewichtungsmerkmalen fehlende Angaben hatten.

 

Gewichtung

Die Ergebnisse wurden über eine Soll-Ist-Anpassung gewichtet und auf die Grundgesamtheit hochgerechnet. Hochrechnungsmerkmale waren das Geschlecht, der offiziell registrierte Verbleib der Bewerber/-innen in der Ausbildungsmarktstatistik der BA und die Wohnregion der Bewerber/-innen.

 

Überblick

Grundgesamtheit 
477.805 Bewerber/-innen ohne Kontext Fluchtmigration (Ausbildungsmarktstatistik der BA zum 30.9.2018)
Befragungszeitraum
November 2018 – Januar 2019
Bruttostichprobe
30.008 Ausbildungsstellenbewerber/-innen ohne Kontext Fluchtmigration
Unzustellbare Fragebögen
805
Rücklaufquote
16 % (4.757)
Ausgewertete Nettostichprobe
4.366 Fälle
Gewichtung
Zellgewichtung und Hochrechnung unter Berücksichtigung des offiziell registrierten Verbleibs, des Geschlechts und der Wohnregion