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Entwicklung der Rahmenpläne für die neuen Pflegeausbildungen

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Mit dem Pflegeberufegesetz (PflBG) werden erstmals bundeseinheitliche Rahmenpläne für die Pflegeausbildungen vorgesehen. Hier finden Sie eine kurze Erläuterung zum anstehenden Ordnungsverfahren.

Mit dem PflBG werden erstmals bundeseinheitliche Rahmenpläne für die Pflegeausbildungen vorgesehen. Diese haben empfehlende Wirkung und können von den Bundesländern als Vorgabe zur Curriculums- und zur Ausbildungsplanentwicklung übernommen werden. Erarbeitet werden die Rahmenausbildungs- und Rahmenlehrpläne von einer zu diesem Zwecke eingerichteten Fachkommission. Erstmals legt diese die entwickelten Rahmenpläne bis zum 01. Juli 2019 dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vor, welche die Vereinbarkeit dieser mit dem PflBG überprüfen. Weiterhin werden die Rahmenpläne alle fünf Jahre durch die Fachkommission auf ihre Aktualität überprüft und bei Bedarf angepasst. Die Mitglieder der Fachkommission bestehen aus maximal elf pflegefachlichen, pflegepädagogischen und pflegewissenschaftlichen Expertinnen und Experten und werden durch das BMG und das BMFSFJ im Benehmen mit den Ländern für einen Zeitraum von fünf Jahren berufen. Zur Unterstützung der Arbeit der Fachkommission wurde die Geschäftsstelle nach dem PflBG im BIBB eingerichtet. Neben administrativen Aufgaben übernimmt diese die inhaltliche und wissenschaftliche Zuarbeit für die Fachkommission. Die Fachaufsicht über die Geschäftsstelle nehmen BMG und BMFSFJ gemeinsam wahr. Die Sitzungen der Fachkommission sind nicht öffentlich. An den Sitzungen können neben den Mitgliedern der Fachkommission und der Geschäftsstelle die zuständigen Ministerien, der Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege sowie jeweils eine vertretende Person der Gesundheitsministerkonferenz (GMK), der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) und der Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder beratend teilnehmen.

Als Grundlage für die Entwicklung der Rahmenpläne dient die Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV), welche die Ausbildungsstruktur und –organisation sowie die zu vermittelnden Kompetenzen festlegt. In den Anlagen 1 bis 4 werden dementsprechend die Kompetenzfelder für die gemeinsam abzulegende Zwischenprüfung sowie die jeweiligen Inhalte für die generalistische und die generationsspezifische Ausrichtung beschrieben. Auch die Stundenverteilung für den theoretischen und praktischen Unterricht sowie für die praktische Ausbildung werden bereits in der PflAPrV festgelegt (Anlage 6 und 7).