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1. Allgemeine Fragen zum Konzept und Daten

Was sind die BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsprojektionen?

Die Qualifikations- und Berufsprojektionen (QuBe-Projekt) werden unter der gemeinsamen Leitung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS), durchgeführt. Sie geben einen Überblick über eine voraussichtliche Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes bis zum Jahre 2035. Aufgrund von sich laufend verändernden Rahmenbedingungen wird die Datengrundlage und die Modellierungsweise der Projektion in regelmäßigen Abständen aktualisiert und überarbeitet (Helmrich und Zika 2010; Helmrich, Zika et al. 2012; Zika, Helmrich et al. 2012; Maier, Zika et al. 2014; Maier, Zika et al. 2014; Maier, Zika et al. 2016, Maier, Zika et al. 2018). Aktuell liegt die fünfte Projektionswelle vor, welche die Entwicklungen im Bildungssystem und am Arbeitsmarkt bis zum Jahr 2035 projiziert. Dabei können die Ergebnisse nach den folgenden Merkmalen untergliedert werden:
Der Bestand an Erwerbstätigen (Bedarf) wird nach ausgeübtem Beruf, Anforderungsniveau und Branchenzugehörigkeit berechnet. Die Erwerbspersonen (Angebot) werden differenziert nach erlerntem Beruf, Qualifikationsniveau, Alter, Geschlecht und Nationalität fortgeschrieben. Durch das Ausweisen einer beruflichen Flexibilitätsmatrix gelingt es das Angebot an Erwerbspersonen nach erlerntem Beruf in ein potentielles Arbeitsangebot nach ausgeübtem Beruf umzurechnen, ein Alleinstellungsmerkmal, welches bislang keine andere Projektion aufweist. Auf Berufsebene wird auf der Angebots- als auch auf der Bedarfsseite bis zu den Berufsgruppen (Dreisteller) der Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010) (Bundesagentur für Arbeit 2011) differenziert.
Zudem wird seit der vierten Welle auf eine eigens erstellte Bevölkerungsprojektion (Fuchs, Söhnlein et al. 2016) zurückgegriffen. Diese ermöglicht eine deutlich differenzierte Darstellung der Bevölkerungsentwicklung als die koordinierten Bevölkerungsvorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes. Dabei ist eine Ausgabe der Qualifikationsstruktur, der beruflichen Mobilität und des Erwerbsverhaltens differenziert nach Alter, Geschlecht und – seit der Aktualisierung der fünften Welle – auch nach Nationalität (deutsch, nichtdeutsch) möglich (siehe Frage „Wie wird die Bevölkerungsentwicklung projiziert?“).

Welches Konzept wird mit den BIBB-IAB Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen verfolgt?

Das Konzept des QuBe-Projektes sieht es vor, in der Basisprojektion beobachtete Zusammenhänge der Vergangenheit im Bildungssystem und auf dem Arbeitsmarkt fortzuschreiben. Sofern sich Abhängigkeiten zwischen unterschiedlichen Variablen in der Vergangenheit beobachten lassen, werden diese Abhängigkeiten auch für die Zukunft berücksichtigt. Lassen sich in bestimmten Größen keine Zusammenhänge oder Trends erkennen, wird der Status-Quo fortgeschrieben. Diese Vorgehensweise wird gewählt, weil sie die zugänglichste Interpretation der Ergebnisse erlaubt. Diese machen sichtbar, auf welchem Weg wir uns derzeit befinden und wo gegebenenfalls unerwünschte Entwicklungen korrigiert werden müssen. Wir gehen nicht davon aus, dass das Ergebnis auch tatsächlich so eintreten wird. Zwar zeigen die einzelnen Projektionen – jeweils für sich alleine genommen – realistische Entwicklungspfade auf, allerdings stützen sie sich lediglich auf bereits in der Vergangenheit nachgewiesene Erkenntnisse. Anpassungsreaktionen zwischen Arbeitsangebot und -bedarf auf der Berufsgruppenebene (Lohnsteigerungen und Veränderungen der beruflichen Flexibilitäten) werden zwar modelliert, jedoch nur dort, wo sie auch empirisch nachweisbar sind. Das zukünftige Verhalten kann aber auch vom vergangenen Verhalten abweichen oder es können Situationen entstehen, die in der Vergangenheit nicht erlebbar waren (z.B. Fachkräfteengpässe bei bestimmten Berufen). Die Ergebnisse haben deshalb immer den Charakter einer Wenn-Dann-Aussage und stellen keine Prognose im Sinne eines unveränderlichen Abbildes der Zukunft dar.

Welche Alleinstellungsmerkmale kennzeichnen die BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen?

Die Methodik des QuBe-Projektes wird kontinuierlich weiterentwickelt und in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert (Maier, Mönnig et al. 2015; Maier, Neuber-Pohl et al. 2017). Hierdurch wurden mehrere Alleinstellungsmerkmale erarbeitet:

  • Bilanzierung von Arbeitskräfteangebot und -nachfrage auf Berufsebene
    Mit der Erstveröffentlichung (Helmrich und Zika 2010) heben sich die BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsprojektionen durch die Gegenüberstellung von Arbeitsangebot und -bedarf auf Berufsebene von vorherigen Studien ab (z.B. (BLK 2002; Dostal 2002; Bonin, Schneider et al. 2007)), die sich vorrangig auf die Ebene der Qualifikationsniveaus, einzelner Branchen oder abstrakter Tätigkeitsbereiche beschränkten. Projektionen auf der Berufsebene waren aufgrund fehlender Systematiken und Merkmale, die eine handhabbare Zuordnung zwischen Angebot und Bedarf ermöglichen, nicht machbar. Das QuBe-Projekt ermöglicht dies unter anderem durch die Berücksichtigung der beruflichen Flexibilität der Erwerbspersonen.
    Die eigens entwickelte berufliche Flexibilitätsmatrix (Maier und Helmrich 2012) gibt an, in welchem Umfang Personen mit einem bestimmten erlernten Beruf während ihres Erwerbslebens in diesem Beruf verweilen und mit welcher Häufigkeit sie in andere Tätigkeitsbereiche wechseln. Eine Verknüpfung der beruflichen Flexibilität mit den erlernten Berufen der Erwerbspersonen zeigt, welches Arbeitsangebot potentiell für einen Beruf zur Verfügung stehen kann. Dabei werden Interaktionen zwischen Bedarfs- und Angebotsseite modelliert, sodass die berufliche Flexibilität veränderbar auf Basis von Lohnanpassungen und Strukturveränderungen der Bevölkerung ist.
  • Bilanzierung des Arbeitsvolumenpotenzials
    Neben einer Bilanzierung von Arbeitskräfteangebot und -nachfrage auf der Ebene von Personen ist eine Bilanzierung im QuBe-Projekt auch auf Ebene des Arbeitsvolumens in Stunden möglich. Hierfür werden die angebotenen Stunden der Erwerbstätigen im Mikrozensus mitberücksichtigt (siehe Frage „Wie wird das Arbeitsvolumenpotential der Erwerbspersonen berücksichtigt?“).
  • Verwendung einer eigenen QuBe-Bevölkerungsprojektion
    Seit der vierten Projektionswelle wird eine eigene QuBe-Bevölkerungsprojektion (Fuchs, Söhnlein et al. 2016; Gorodetski, Mönnig et al. 2016; Maier, Wolter et al. 2016; Maier, Zika et al. 2016) verwendet. Diese ermöglicht unter anderem die Analyse von Auswirkungen veränderter Wanderungsbewegungen auf die Volkswirtschaft und das Bildungsgeschehen (siehe Frage „Wie wurde die Bevölkerungsentwicklung projiziert?“). So ermöglicht die QuBe-Bevölkerungsprojektion eine Darstellung der Qualifikationsstruktur, der beruflichen Flexibilität und des Erwerbsverhaltens differenziert nach Alter, Geschlecht und Nationalität (deutsch, nichtdeutsch).
  • Erstellung eines Indikatorsystems
    Die Verwendung eines eigens entwickelten Indikatorsystems ermöglicht eine Beurteilung der Fachkräftesituation, sowohl im Berufs- als auch im Zeitvergleich. Das System erfasst neben der Arbeitskräftebilanz nach Stunden (Volumenindikator) auch Strukturmerkmale, wie die Ausbildungsaktivität im Beruf (Qualifikationsindikator) und das Substitutionspotenzial der Tätigkeiten (Substitutionsindikator) und kombiniert diese Aspekte in einem Fachkräfteindikator (FKI). Eine ausführliche Erläuterung des FKI findet sich in den FAQ Fachkräftemangel.

Ist der Ansatz international anpassungsfähig/vergleichbar?

Die internationale Vergleichbarkeit von Projektionsergebnissen hängt größtenteils von zwei wesentlichen Faktoren ab: Den gewählten Datenquellen und den gewählten Klassifikationen. Der Ansatz des QuBe-Projekts stützt sich auf eine detaillierte Auswertung des Mikrozensus. Der Mikrozensus stellt die deutsche Form des Labour Force Survey dar. Internationale Studien, die auf den Labour Force Survey zurückgreifen (z.B. das „forecasting skill demand and supply“ Projekt von CEDEFOP) kommen daher zu ähnlichen Entwicklungen wie das QuBe-Projekt (Maier 2011). Auf der Ebene der Qualifikationsstufen ist durch die Verwendung der Internationalen Standardklassifikation für den Bildungsbereich (ISCED) ein Vergleich prinzipiell möglich. Auch die verwendete Wirtschaftszweigklassifikation WZ08 ist mit der international verwendeten NACE Rev. 2 kompatibel, so dass eine Vergleichbarkeit der Erwerbstätigen nach Wirtschaftszweigen ermöglicht wird. Die Vergleichbarkeit nach Berufen ist hinsichtlich zeitreihenanalytischer Betrachtungen etwas eingeschränkt, aber dennoch möglich. So führte die Umstellung der nationalen Berufsklassifikationen der Jahre 1988 bzw. 1992 auf die neue Berufsklassifikation 2010 auch international zu einem Bruch in den Zeitreihen der International Standard Classification of Occupations 2008 (ISCO-2008). Die KldB 2010, deren Struktur ab der fünften Welle zur Klassifizierung der Berufsbereiche (Einsteller), -hauptgruppen (Zweisteller) und -gruppen (Dreisteller) dient, kann hingegen in die ISCO 2008 umgeschlüsselt werden. Unterschiede ergeben sich jedoch auch in der verwendeten Bevölkerungsprojektion. Während das QuBe-Projektteam eine eigene Bevölkerungsprojektion erstellt, greifen europäische Studien auf die Vorausberechnungen von Eurostat zurück. Diese unterscheiden sich ebenfalls von der Bevölkerungsprojektion des Statistischen Bundesamtes.

Welche Daten werden verwendet?

Die wesentlichen Strukturinformationen der Projektionen entstammen dem Mikrozensus, da er die einzige amtliche Repräsentativstatistik über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt in Deutschland darstellt. Er liefert u.a. Informationen über die Bevölkerungsstruktur, die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung sowie die Erwerbstätigkeit, die Arbeitssuche sowie für alle Erwerbspersonen in Deutschland bildungsbereichsübergreifend repräsentative Angaben zur Fachrichtung des höchsten absolvierten beruflichen Abschlusses. Es werden jedoch auch weitere Quellen wie die Bildungsdaten der amtlichen Statistik (Hochschulen, berufliche Schulen) und die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) herangezogen. Für die Lohninformation nach Berufen wird auf die Beschäftigtenhistorik der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zurückgegriffen. Mit der fünften Welle wurden die Lohninformationen um die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SVB) und der ausschließlich geringfügig Beschäftigten (AGB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) erweitert (Jahresdurchschnitt), damit auch auf Basis der stärker disaggregierten 144 Berufsgruppen.

2. Bedarfsprojektionen

Welche Annahmen zum Wirtschaftswachstum und zur Entwicklung der Produktivität wurden unterstellt?

Bezüglich des Wirtschaftswachstums und der Produktivitätsentwicklung wurden keine expliziten Annahmen getroffen, vielmehr wurde wegen der Vielzahl relevanter Bestimmungsgrößen für die Erfassung der volkswirtschaftlichen Komplexität ein modellbasiertes Projektionssystem, das so genannte QINFORGE-Modell, zur Vorausschau verwendet.

Nach welchen Branchen wird unterschieden?

Das QINFORGE-Modell unterscheidet nach 63 Wirtschaftssektoren, basierend auf der Wirtschaftszweigsystematik 2008.

Wie funktioniert das QINFORGE-Modell?

Bei QINFORGE handelt es sich um ein nach Produktionsbereichen und Gütergruppen tief disaggregiertes ökonometrisches Prognose- und Simulationsmodell für die Bundesrepublik Deutschland, das von der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS mbH) entwickelt worden ist (Meyer, Lutz et al. 2007; Schnur und Zika 2009; Maier, Zika et al. 2014). Seine besondere Leistungsfähigkeit beruht auf der Integration in einen internationalen Modellverbund. Das Modell beruht auf den Konstruktionsprinzipien "bottom-up" und "vollständige Integration". "Bottom-up" besagt, dass die einzelnen Sektoren der Volkswirtschaft sehr detailliert modelliert werden und die gesamtwirtschaftlichen Variablen durch Aggregation im Modellzusammenhang gebildet werden. "Vollständige Integration" steht für eine komplexe und simultane Modellierung der interindustriellen Lieferverflechtung sowie der Entstehung und Verteilung der Einkommen, der Umverteilungstätigkeit des Staates und der Einkommensverwendung der privaten Haushalte.
Mit der fünften Welle wird der Bedarf an Erziehungs- und Lehrpersonal an allgemein- und berufsbildenden Schulen und Hochschulen anhand des Bevölkerungsbestandes in den jeweiligen Ausbildungsstätten abgeleitet. Ebenso erfolgt die Bestimmung des Bedarfes an Pflegekräften über die Bevölkerungsstruktur nach Alter und Geschlecht (Stöver, Szlachetka et al. 2015; Bünemann, Sonnenburg et al. 2016). Zusätzlich werden anhand des Haushaltsbildungsverhaltens (differenziert nach Deutschen und Nichtdeutschen) die zukünftigen Haushaltszahlen prognostiziert, welche entsprechend zur Abschätzung des Wohnungsbedarfes herangezogen werden.

3. Angebotsprojektionen

Was wird projiziert?

Projiziert wird das Arbeitsangebot (Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Erwerbslose)) mit dem erlernten Beruf sowohl im Neuangebot als auch im Erwerbspersonenbestand. Auf der Arbeitsangebotsseite erfolgt die Projektion differenziert nach 144 Berufsgruppen gemäß der Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010) sowie vier Qualifikationsstufen nach der Internationalen Standardklassifikation für den Bildungsbereich (ISCED). Personen in Bildung werden dabei ab der fünften Projektionswelle nicht mehr wie in den vorangegangenen Wellen separat ausgewiesen (Maier, Zika et al. 2016), sondern entsprechend ihres bereits vorliegenden, höchsten beruflichen Abschlusses einer der vier Qualifikationsstufen zugewiesen.

Wie funktioniert das Angebotsmodell?

Das Angebot an Erwerbspersonen basiert zum einen auf der Bevölkerungsentwicklung (siehe Frage „Wie wurde die Bevölkerungsentwicklung projiziert?“), zum anderen auf den Bildungs- und Erwerbsentscheidungen der Bevölkerung. Das BIBB-Modell (vgl. Bonin, Schneider et al. 2007; Kalinowski und Quinke 2010; Helmrich, Zika et al. 2012) untergliedert die Bevölkerung in drei Gruppen:
Die erste Gruppe stellen Kinder im nicht schulpflichtigen Alter und Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen dar. Die zweite Gruppe besteht aus Schülerinnen und Schülern an beruflichen Schulen (einschließlich Schulen des Gesundheitswesens), Auszubildenden in betrieblicher Berufsausbildung und Studierenden an Hochschulen. Alle übrigen Personen, die kurz „Personen nicht in Ausbildung“ genannt werden, einschließlich Wehr- und Zivildienstleistenden, stellen die dritte Gruppe dar. Für die Projektion des aus dem Bildungssystem strömenden Neuangebots nach erlerntem Beruf ist vor allem die zweite Gruppe relevant und wird deshalb tiefgehend modelliert. Die Projektion basiert dabei auf zwei wesentlichen Elementen: Zum einen auf der Bevölkerung des Basisjahres 2015, die nach Alter, Geschlecht, Deutschen und Nichtdeutschen, Qualifikationsstufe und Berufsgruppen der KldB 2010 gegliedert ist, zum anderen auf dem Modul des beruflichen Bildungssystems einschließlich der Hochschulen. Dieses bildet die Bestände der einzelnen Ausbildungsstätten und die Übergänge zwischen den einzelnen Bildungseinrichtungen sowie dem Arbeitsmarkt ab. Dabei wurden die Schulbesuchsquoten sowie die Übergangsquoten der Studierenden von einem Studienjahr ins nächste aus dem Jahr 2016 im Projektionszeitraum konstant gehalten. Die projizierten Bestände von Studierenden und Auszubildenden in den unterschiedlichen Ausbildungsstätten deuten darauf hin, dass zukünftig mit einem geringfügig höheren Neuangebot aus dem Hochschulbereich (Fachhochschulen und wissenschaftliche Hochschulen) als aus der dualen Ausbildung zu rechnen ist. Die künftige Qualifikationsstruktur der Erwerbspersonen wird aber auch zunehmend durch die aus dem Erwerbsleben ausscheidenden Personen bestimmt. Diese weisen vorwiegend eine Qualifizierung im mittleren Qualifikationsbereich auf. Damit weist das Neuangebot aus dem Bildungssystem eine höhere Qualifikationsstruktur aus, als die aus dem Erwerbsleben ausscheidenden Personen. Die über das Neuangebot und Restbestand projizierte Bevölkerung nach Qualifikationsstufen nimmt nun in unterschiedlichem Maße in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, Nationalität und dem Qualifikationsniveau am Erwerbsleben teil.

Wie wird die Umstellung der Gymnasien von G8 auf G9 in der Projektion berücksichtigt?

Bei der Projektion der zukünftigen Absolventen aus allgemeinbildenden Schulen mit einer Hochschulschulreife wurde die teilweise Rückumstellung vom bisher achtjährigen (G8) zum neunjährigen (G9) Gymnasium berücksichtigt. Aufgrund der Rückkehr zum G9 in den Ländern Niedersachsen (Entlassungsjahr 2020), Bayern (2025), Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen (2026) ist in diesen Jahren mit unvollständigen Abiturjahrgängen zu rechnen. In der Projektion wurde angenommen, dass dieser Rückgang 50 % des Vorjahreswertes an Absolventen beträgt. Insbesondere in Nordrhein-Westfalen ist diese Schätzung mit hohen Unsicherheiten behaftet, da zum Zeitpunkt der Erstellung der Projektion noch keine Angaben dazu vorlagen, wie viele Gymnasien sich dazu entscheiden bei G8 zu bleiben.
Bei der Projektion der Studienanfängerinnen und Studienanfänger wurde dieser teilweise Ausfall der Abiturjahrgänge ebenfalls berücksichtigt. Der Rückgang der Studienanfänger erfolgt allerdings nicht nur in den betroffenen Entlassungsjahren, sondern verteilt sich auf weitere 4 Jahre. Grund dafür ist die verzögerte Studienaufnahme, denn nur rund 46 % der Studienberechtigten nehmen ihr Studium im gleichen Jahr auf (Statistisches Bundesamt 2017: TAB-13)

Wie wurde die Bevölkerungsentwicklung projiziert?

Während sich die ersten drei Projektionswellen auf die 12. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes stützten, basiert die Projektion seit der vierten Welle auf einer eigens erstellten QuBe-Bevölkerungsprojektion (Fuchs, Söhnlein et al. 2016; Gorodetski, Mönnig et al. 2016; Maier, Wolter et al. 2016; Maier, Zika et al. 2016). Dies wurde notwendig, da im Laufe des Jahres 2015 ersichtlich wurde, dass die Wanderungsannahmen der aktualisierten 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung die derzeit hohen Wanderungsgewinne aufgrund des Zuzugs von Geflüchteten massiv unterschätzen.

Die QuBe-Bevölkerungsprojektion basiert auf der Bevölkerungsprojektion des vom IAB entwickelten integrierten Arbeitskräfteangebots- und Bevölkerungsmodells (IAB-Modell). Spezifika des Modells sind, dass es zum einen zwischen Deutschen und Nicht-Deutschen unterscheidet und zum anderen die einzelnen Komponenten (Geburtenziffern, Überlebenswahrscheinlichkeiten, Zu- und Abwanderungen sowie die Einbürgerungen) mit zeitreihenanalytischen Methoden schätzt und für die Zukunft fortschreibt. Seit der fünften Projektionswelle ermöglicht die Bevölkerungsprojektion zudem stärker differenzierte Ergebnisse wobei sowohl die Qualifikationsstruktur als auch die berufliche Mobilität und das Erwerbsverhalten nicht nur differenziert nach Alter und Geschlecht, sondern auch nach Nationalität (deutsch, nichtdeutsch) abgebildet werden. Im Folgenden wird auf die Modellierung der einzelnen Komponenten, die auch für die QuBe-Bevölkerungsprojektion verwendet werden, kurz eingegangen, eine ausführliche Modellbeschreibung des IAB-Modells findet sich bei (Fuchs, Söhnlein et al. 2016).

Geburtenziffern: Die altersspezifischen Geburtenziffern (15 bis 49 Jahre) werden getrennt nach deutschen und ausländischen Frauen mit Hilfe einer Hauptkomponentenanalyse bestimmt. Für deutsche Frauen ergibt sich daraus ein leichter Anstieg der zusammengefassten Geburtenziffer (TFR = total fertility rate) von 1,4 in 2015 auf 1,6 im Jahr 2035. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Geburtenrate der ohnehin geburtenstärksten Altersgruppe zwischen 30 und 35 Jahren – wie auch schon in der jüngeren Vergangenheit – zunimmt. Außerdem steigt die Rate in den oberen Altersgruppen (zwischen 36 und 49) deutlich. Bei den Ausländerinnen sinkt die TFR dagegen vom derzeitig (hohen) Niveau von fast 2 Kindern in 2015 auf 1,9 Kinder in 2035.

Überlebenswahrscheinlichkeiten: Diese werden ebenfalls nach Einzelalter (hier von 0 bis 90 Jahre und älter), getrennt nach Männern und Frauen, mit der Hauptkomponentenanalyse geschätzt. Hieraus ergibt sich eine Lebenserwartung für Frauen von 86,2 Jahren in 2035 (Männer: 82,2 Jahre).

Zuwanderung: Im Gegensatz zum IAB-Modell wird in der QuBe-Bevölkerungsprojektion die Zuwanderung nicht über Hauptkomponenten geschätzt, sondern über das Modell TINFORGE bestimmt (Wolter, Großmann et al. 2014). Dabei wird für jedes Herkunftsland der Zuwandernden entschieden, ob die Auswanderung aus dem Herkunftsland von der demografischen, der sozioökonomischen oder der politischen Situation vor Ort motiviert ist (Gorodetski, Mönnig et al. 2016). In der aktuellen Fassung des Zuwanderungsmodells wurde ein vierter Grund hinzugefügt, der die Auswanderung aufgrund akuter Krisensituationen wie Krieg oder Vertreibung berücksichtigt. Oft geht damit ein sprunghafter Anstieg der Auswanderung einher. Für die Modellierung hat dieses Vorgehen folgende Konsequenzen:

  • Demografisch: Die Auswanderung aus den Herkunftsländern nach Deutschland ist allein durch die demografische Entwicklung in den Herkunftsländern getrieben. D.h. je größer der Anteil der jüngeren Bevölkerungsklassen in den Herkunftsländern ist, desto stärker ist die Mobilitätsneigung in diesen Ländern.
  • Sozioökonomisch: Die Auswanderung aus dem Herkunftsland erfolgt aufgrund der sozioökonomischen Situation vor Ort. Gut ersichtlich ist dies beispielsweise anhand der südeuropäischen Staaten im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise. Hier wird angenommen, dass sich diese Zuzüge langfristig wieder dem Durchschnitt annähern.
  • Politisch: Die Auswanderung erfolgt aufgrund der unsicheren politischen und gesellschaftlichen Situation im Herkunftsland, die beispielhaft durch den Fragil-State-Index abgeschätzt werden kann. Aber auch der politisch motivierte Abbau von Handelshemmnissen, wie z.B. durch Freihandelsabkommen, kann die Mobilität zwischen Deutschland und den Partnerstaaten erhöhen. In diesen Fällen wird der bisher beobachtbare Trend der Auswanderungsneigung nach Deutschland fortgeschrieben.
  • Krisen: Die Auswanderung erfolgt aufgrund akuter Krisen wie Krieg oder Vertreibung und erfolgt meist sprunghaft, wie sie z. B. in der Folge des „Arabischen Frühlings“ zu beobachten war. Hier stellt sich die (oft politische) Frage, wie lange der Krisenfall andauert und wann die Auswandererquoten auf das Vorkrisenniveau zurückgeführt werden können. Eine zeitverzögerte Rückführung der Quoten erfolgt dann, wenn die Länder als sichere Herkunftsländer deklariert wurden. Aufgrund der derzeitigen politischen Lage wird aber auch ein Rückgang des Zuzugs aus Syrien angenommen.

Abwanderung: Die alters- und geschlechtsspezifischen Fortzugsquoten (0 bis 90 Jahre und älter), getrennt nach Deutschen und Ausländern, werden mit dem IAB-Modell aus den Fortzügen der Wanderungsstatistik und der Bevölkerungsfortschreibung des Statistischen Bundesamtes mittels Hauptkomponentenanalyse ermittelt und für die Zukunft fortgeschrieben.
Krisen: Die Auswanderung erfolgt aufgrund akuter Krisen wie Krieg oder Vertreibung und erfolgt meist sprunghaft, wie sie z. B. in der Folge des „Arabischen Frühlings“ zu beobachten war. Hier stellt sich die (oft politische) Frage, wie lange der Krisenfall andauert und wann die Auswandererquoten auf das Vorkrisenniveau zurückgeführt werden können. Eine zeitverzögerte Rückführung der Quoten erfolgt dann, wenn die Länder als sichere Herkunftsländer deklariert wurden. Aufgrund der derzeitigen politischen Lage wird aber auch ein Rückgang des Zuzugs aus Syrien angenommen.

 

Welche Annahmen zu den Erwerbsquoten wurden unterstellt?

Die über das Neuangebot und den Restbestand projizierte Bevölkerung nach Qualifikationsstufen nimmt in unterschiedlichem Maße in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, Nationalität (deutsch, nichtdeutsch) und Qualifikationsniveau am Erwerbsleben teil. Die Erwerbsquoten, die den Anteil der Erwerbspersonen unter der deutschen bzw. nichtdeutschen Bevölkerung gleichen Alters, Geschlechts, und Qualifikationsniveaus darstellen, werden über Trendschätzungen fortgeschrieben. Grundsätzlich lassen sich vor allem bei Frauen und Älteren in der Vergangenheit steigende Erwerbsquoten erkennen. Diese werden in abgeschwächter Form auch für die Projektion fortgeführt. Die Anpassung des gesetzlichen Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre wird über eine schrittweise Erhöhung der Erwerbsquoten in den Altersklassen über 60 Jahren berücksichtigt.

Wie wurde die Stille Reserve bzw. das Erwerbspersonenpotential mit einbezogen?

Das Erwerbspersonenpotential ist die Summe aus Erwerbspersonen und der sogenannten „Stillen Reserve“. Die „Stille Reserve“ ist der Teil der Bevölkerung, der freiwillig nicht am Erwerbsleben teilnimmt, aber unter gegebenen Umständen eine Erwerbsbeteiligung in Erwägung ziehen würde. Durch die zunehmende Steigerung der Erwerbsquoten ist aber davon auszugehen, dass die „Stille Reserve“ langsam abschmilzt.

Wie wird das Arbeitsvolumenpotential der Erwerbspersonen berücksichtigt?

Das Arbeitsvolumenpotential ist ein hypothetisches Konstrukt, das angibt, wie groß das Arbeitsangebot, gemessen in Stunden, tatsächlich ist. Zur Berechnung dieses Konstrukts wird im Mikrozensus, einer 1-Prozentstichprobe der Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung in Deutschland, auf die Zahl der gewünschten wöchentlichen Arbeitsstunden zurückgegriffen, sofern diese über den regelmäßig tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden liegen (Zika, Helmrich et al. 2012).

4. Qualifikationen - ISCED

Warum wurde ISCED verwendet?

Die Verwendung der ISCED-Klassifikation 2011 dient dazu, dass eine Vergleichbarkeit mit internationalen Projektionsmodellen möglich ist. Ausgehend von den neun Stufen der Internationalen Standardklassifikation für den Bildungsbereich (ISCED) von 2011 (UNESCO Institute for Statistics 2012) wurden die Qualifikationen in der Projektion vorerst in vier Stufen zusammengefasst, deren Abschlüsse zahlenmäßig und hinsichtlich der Bildungsgänge am weitesten verbreitet sind. Die vier Stufen bilden sich wie folgt: Personen ohne einen vollqualifizierenden beruflichen Abschluss (ISCED 010 – 344); Personen mit beruflichem Abschluss im berufsbildenden Sekundarbereich II sowie postsekundärem, nicht-tertiärem Bereich (ISCED 351 – 444, 454); Personen mit Aufstiegsfortbildung (z.B. Meister, Techniker, Handelsfachwirt), Bachelorabschluss oder Diplom (FH) (ISCED 453, 554 – 655); Personen mit einem akademischen Abschluss ohne Bachelor oder Diplom (FH), wozu der Master und der Diplomabschluss an Universitäten sowie die Promotion zählen (ISCED 746 – 844).

Welche Neuerungen gab es bei der ISCED 2011 im Vergleich zur ISCED 1997?

Die neue Fassung der Internationalen Standardklassifikation für den Bildungsbereich (ISCED) wurde im November 2011 von der Generalkonferenz der UNESCO verabschiedet und löste damit die bis dahin geltende ISCED 1997 ab. Die ISCED 2011 ersetzt ab der fünften Welle im QuBe-Projekt die ISCED 1997 zur Klassifizierung der Qualifikationsstufen. Die Erneuerung der ISCED führte insbesondere zu Umstrukturierungen im frühkindlichen Bildungsbereich sowie der Hochschulbildung. Das Level 5 der ISCED 1997 wurde in der ISCED 2011 auf die drei Stufen „Kurzes tertiäres Bildungsprogramm“ (Level 5), „Bachelor- bzw. gleichwertiges Bildungsprogramm“ (Level 6) und „Master- bzw. gleichwertiges Bildungsprogramm“ (Level 7) aufgeteilt. Das ISCED 2011 Level 8 entspricht dem ISCED 1997 Level 6 (Promotion).

 

ISCED 2011   ISCED1997
 ISCED 01  
 ISCED 02  ISCED 0
 ISCED LEVEL 1  ISCED LEVEL 1
 ISCED LEVEL 2  ISCED LEVEL 2
 ISCED LEVEL 3*  ISCED LEVEL 3
 ISCED LEVEL 4*  ISCED LEVEL 4
 ISCED LEVEL 5  ISCED LEVEL 5
 ISCED LEVEL 6  ISCED LEVEL 5
 ISCED LEVEL 7  ISCED LEVEL 5
 ISCED LEVEL 8  ISCED LEVEL 6
* Inhalt der Kategorie wurde leicht verändert

Quelle: (UNESCO Institute for Statistics 2012: S. 63)

Durch die stärkere Ausdifferenzierung des Tertiärbereichs in der ISCED 2011 wurde auch eine genauere Abgrenzung der deutschen tertiären Abschlüsse ermöglicht. So wird mit der neuen Klassifikation eine Unterscheidung zwischen Diplomabschlüssen an Fachhochschulen (FH) und Universitäten möglich. Während das FH-Diplom als gleichwertig zum Bachelorabschluss eingestuft wird (ISCED 645) wird das Diplom an einer Universität als ein zum Master gleichwertiger Bildungsabschluss angesehen (ISCED 746). Eine genaue Zuordnung der deutschen Bildungsgänge und -einrichtungen zu den Stufen der ISCED 2011 und 1997 der UNESCO findet sich in (Autorengruppe Bildungsberichterstattung 2016: S. XII - XIII). Eine weitere Änderung betrifft die Ausrichtung der Bildungsgänge: Während die ISCED 1997 zwischen allgemeinbildenden, berufsvorbereitenden und berufsbildenden Maßnahmen unterscheidet, werden in der ISCED 2011 berufsvorbereitende Maßnahmen als allgemeinbildend klassifiziert, da ihr Abschluss keine arbeitsmarktrelevanten Qualifikationen darstellen.

Warum vier Qualifikationsstufen?

Die ISCED 2011 besteht aus neun Qualifikationsstufen. In den Projektionen wurden diese zu vier Stufen zusammengefasst, sodass die für den Arbeitsmarkt relevanten Bildungsabschlüsse (Beruflicher Abschluss, Aufstiegsfortbildung und Bachelorabschluss, höhere hochschulische Abschlüsse) differenziert dargestellt werden können.

Wie sind die Personen ohne formalen beruflichen Abschluss / Ungelernte abgegrenzt? Gibt es keine Unterschiede zwischen Personen mit und ohne Hochschulzugangsberechtigung?

Personen mit einer Hochschulzugangsberechtigung (ISCED 344) verfügen über weitaus bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Personen ohne beruflichen Abschluss, die keine Hochschulzugangsberechtigung vorweisen können (Braun, Bremser et al. 2012). Allerdings ist für unsere Auswertung die Anzahl an Fachkräften mit einer beruflichen Qualifizierung von Interesse. Daher kommt es zwischen der ersten und zweiten Qualifikationsstufe zu einer Trennung zwischen allgemein- und berufsbildenden Qualifikationsabschlüssen. So beinhaltet die erste Stufe sowohl allgemeinbildende Qualifikationen, die einen direkten Zugang zum Tertiärbereich gewähren und damit einer (allgemeinbildenden) Hochschulzugangsberechtigung entsprechen (ISCED 344) als auch Abschlüsse, die dies nicht ermöglichen (ISCED 254 und niedriger). Daher wird nicht zwischen Personen mit und ohne allgemeinbildender Hochschulzugangsberechtigung, die keinen beruflichen Abschluss oder Studium vorweisen können, unterschieden. Sie werden gemeinsam als Personen ohne formalen beruflichen Abschluss gezählt. Die zweite Qualifikationsstufe „mit beruflichem Abschluss“ bezieht dagegen nur die berufsbildenden Abschlüsse des Sekundarbereichs II mit ein (ISCED 351 - 354).

Warum werden Personen mit beruflichen und akademischen Abschlüssen gemeinsam der dritten Qualifikationsstufe zugeordnet?

Mit der Verwendung der ISCED 2011 statt der ISCED 1997 ergibt sich in der fünften Welle eine veränderte Klassifizierung der vier im QuBe-Projekt verwendeten Qualifikationsstufen. Während den ersten beiden Stufen „Ohne vollqualifizierenden beruflichen Abschluss“ und „Mit beruflichem Abschluss“ weiterhin die gleichen Qualifikationen wie bei der Verwendung der ISCED 1997 zugeordnet werden, kam es zu Strukturveränderungen in den oberen beiden Stufen. In den vorangegangenen Projektionen (Maier, Zika et al. 2016) wurden Personen mit einem Bachelorabschluss zusammen mit Master- und Promotionsabsolventen der vierten Stufe „mit akademischem Abschluss“ zugeordnet. Fachkräfte, die dagegen eine berufliche Aufstiegsfortbildung (Meister, Techniker etc.) absolviert hatten, wurden einzeln in der dritten Stufe klassifiziert. Ab der fünften Welle werden nun Bachelor- oder Diplomabschlüsse (FH) gemeinsam mit Aufstiegsfortbildungsabschlüssen der dritten Stufe zugeordnet und Master- und Promotionsabschlüsse sowie Diplomabschlüsse an Universitäten gesondert in der vierten Stufe klassifiziert.
Der Grund für diese veränderte Zuordnung des Bachelorabschlusses ist deren Klassifikation im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR). Der DQR dient dazu, deutsche Qualifikationsabschlüsse den Niveaus des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) zuzuordnen und damit international vergleichbar zu machen. Die Niveaus des DQR sind nach Kompetenzstufen klassifiziert, denen Qualifikationsabschlüsse zugeordnet sind, zu deren Erlangung die entsprechenden Kompetenzen erforderlich sind. Dabei sind der Bachelor und gleichgestellte Hochschulabschlüsse und die beruflichen Qualifikationen Meister/in und Fachwirt/in gemeinsam dem Niveau 6 zugeordnet. Demnach handelt es sich nicht um gleichartige, aber um gleichwertige Qualifikationen, die zur Bewältigung von Aufgaben befähigen, deren Anforderungsniveau vergleichbar ist (DQR 2018).

Wie wird mit Personen in Ausbildung umgegangen?

Bis zur vierten Projektionswelle wurden Personen in Ausbildung, die als Erwerbspersonen in Erscheinung traten in der Kategorie "in Bildung" zugerechnet. Ab der fünften Welle werden diese jedoch nicht mehr getrennt aufgeführt, sondern entsprechend ihres angestrebten beruflichen Abschlusses.

5. Berufsfelder

Wie grenzt die KldB 2010 Berufe voneinander ab?

Das Berufsverständnis der Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010) umfasst die beiden Dimensionen Berufsfachlichkeit und Anforderungsniveau. Dabei stellt die Berufsfachlichkeit die primäre, horizontale Dimension dar, der eine vierstufige Klassifikationsstruktur zugrunde liegt. Die Klassifikation erfolgt auf Basis der Ähnlichkeit der im Beruf benötigten Fachkompetenzen sowie ausgeübten Tätigkeiten. Mittels einer Clusteranalyse wurden Berufe, deren Ausübung ähnliche Kenntnisse und Fertigkeiten erfordern, gruppiert (Bundesagentur für Arbeit 2011). Damit wurde ein wesentlicher Schwachpunkt der vorherigen Berufsklassifikationen behoben, in denen teilweise ähnliche Tätigkeiten an ganz unterschiedlichen Systematikpositionen verortet waren. Umgekehrt wurden Flexibilitäten am Arbeitsmarkt verdeckt und schwer auffindbar. Auf der fünften Stufe werden die Berufe anhand der zweiten Dimension – dem Anforderungsniveau – vertikal weiter ausdifferenziert. Das Anforderungsniveau kann als Kennzahl für die Komplexität der ausgeübten Tätigkeit interpretiert werden. Dabei lässt sich zwischen Helfer-/Anlerntätigkeiten, fachlich ausgerichteten Tätigkeiten, komplexen Spezialistentätigkeiten und hoch komplexen Tätigkeiten unterscheiden.
Das Anforderungsniveau ist immer für einen bestimmten Beruf typisch und außerdem unabhängig von der formalen Qualifikation einer Person. Zur Einstufung werden zwar die für die Ausübung des Berufs erforderlichen formalen Qualifikationen herangezogen, informelle Bildung und/oder Berufserfahrung sind bei der Zuordnung aber ebenfalls von Bedeutung (Bundesagentur für Arbeit 2011). In der KldB 2010 wird diese vertikale Dimension über die 5. Stelle (Berufsgattung) der zugeordneten Klassifikationskennziffer abgelesen.
Es zeigt sich, dass sich die Wertigkeit einer Tätigkeit nicht direkt in formale Qualifikationsniveaus überführen lässt. Personen mit Berufsabschluss sind in Helfertätigkeiten und komplexen Spezialistentätigkeiten anzufinden, Personen mit akademischem Abschluss neben hoch komplexen Tätigkeiten auch in komplexen Spezialistentätigkeiten und fachlich ausgerichteten Tätigkeiten (Maier, Zika et al. 2016).

Berufe verändern sich. Gibt es Annahmen zur Entwicklungen von Berufen?

Bislang ist dies in den Projektionen nicht explizit thematisiert worden, sondern ist Teil anderer Untersuchungen. Berücksichtigt wird jedoch, dass sich das Anforderungsniveau innerhalb der Berufe verändert. Zu weiteren Informationen siehe Ergebnisse zur "BIBB-BAuA-Erwerbstätigenbefragung" https://www.bibb.de/de/1386.php

7. Flexibilitätsmatrix

Warum erlernter Beruf?

Der erlernte Beruf gibt die Fähigkeiten und Fertigkeiten wieder, die im Bildungssystem erlernt werden. Diese Fertigkeiten befähigen zu bestimmten Tätigkeiten. Durch die Erfassung des erlernten und des ausgeübten Berufs kann gezeigt werden, welche erlernten Fähigkeiten (bzw. Berufe) zu welchen Tätigkeiten (ausgeübten Berufen) führen. Damit können auch die Chancen und Risiken dargestellt werden, die sich mit dem Erlernen eines bestimmten Berufs ergeben.

Wie werden Doppelqualifikationen berücksichtigt?

Im Mikrozensus, der zur Berechnung des erlernten Berufs verwendet wird, wird nur der höchste berufliche Abschluss erfasst. Vorherige Abschlüsse und Qualifikationen werden somit nicht in die Berechnungen einbezogen. Allerdings zeigen Längsschnittstudien, dass weitere Qualifizierungen einer Person oftmals in einem ähnlichen Beruf erfolgen wie die Erstqualifikation (Jacob 2004).

Viele Berufe qualifizieren für die unterschiedlichsten ausgeübten Berufe. Erlernter Beruf ist nicht direkt einem ausgeübten Beruf zugeordnet. Artefakt?

Die Häufigkeit, mit der mit einem bestimmten erlernten Beruf ein entsprechend anderer Beruf ausgeübt wird, wird in der beruflichen Flexibilitätsmatrix zum Ausdruck gebracht. Die Gründe für einen Wechsel aus dem erlernten Beruf heraus in einen anderen Beruf werden über diese berufliche Flexibilitätsmatrix jedoch nicht ersichtlich. Diese können vielseitig sein. So kann ein Wechsel z.B. aufgrund verbesserter Karrierechancen oder z.B. auch aufgrund eines drohenden oder bereits erfolgten Arbeitsplatzverlustes im erlernten Beruf erfolgen (z.B. (Hall 2010)). Da die in der Projektion verwendeten Berufsgruppen bereits tätigkeitsähnliche Berufe zusammenführen, werden statistische Artefakte des Berufswechsel durch verwandte Berufsbezeichnungen auf einer kleingliedrigen Ebene (z.B. ein Wechsel von Maler/Malerin ohne nähere Tätigkeitsangabe zu Maler/Malerin im Ausbau) in der Regel vermieden.
Zu beachten ist, dass der erlernte und der ausgeübte Beruf im Mikrozensus auf Selbstauskunft der Befragten beruhen. Die Benennung des eigenen ausgeübten Berufs kann somit sowohl durch die Stellenbezeichnung als auch die Tätigkeitsmerkmale des ausgeübten Berufs beeinflusst werden. Wenn ein Mathematiker als Bankkaufmann arbeitet, sind letztlich die Qualifikationen eines Bankkaufmanns gefragt und nicht zwangsläufig die eines Mathematikers. Es ist nachvollziehbar, dass gerade die MINT-Qualifikationen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) häufig in anderen Bereichen stark nachgefragt werden. Aber wenn dort andere Berufsbezeichnungen mit entsprechenden Ausbildungsberufen oder Fachrichtungen einschlägig sind, ist die Besetzung eines solchen ausgeübten Berufs mit einem anderen erlernten Beruf nicht eine Notwendigkeit, sondern ein Ausdruck von Flexibilität bzw. Substitutionspotenzial.

Es gibt viele Gründe für Berufswechsel. Welche sind hier unterstellt?

Die Flexibilitätsmatrix, die die empirisch messbaren Austauschprozesse zwischen erlernten Beruf und ausgeübten Beruf darstellt, beschreibt diese ausschließlich. Gründe für einen Wechsel werden nicht genannt.

Sind die Berufswechsel immer positiv oder negativ?

Berufswechsel sind zunächst für die vorliegenden Analysen neutral. Tatsächlich gibt es Berufswechsel, die einen Vorteil für den Erwerbstätigen haben und solche, die zwangsweise sind und mit eher negativen Folgen für die Erwerbstätigen verbunden sind. Die Erforschung dieser Ursachen ist aber nicht vorrangiges Ziel der Projektionen.

8. Bilanzierung und Wirkung

Wie sicher sind sie, dass die Projektionsergebnisse auch so eintreten?

Projektionen sind weder faktische Ziele noch unabwendbar, sondern ein Brennglas für das, was sich zurzeit als am wahrscheinlichsten abzeichnet. Wenn eine wissenschaftlich fundierte und gewissenhaft erstellte Projektion nicht eintritt, dann war sie deshalb nicht schlecht, denn sie kann Orientierungen gegeben und / oder Verhaltensänderungen provoziert haben. Und wenn sie solche Verhaltensänderungen provoziert hat, dann hat sie nicht nur ihren Sinn erfüllt, sondern natürlich auch ihre eigenen Projektionsgrundlagen verändert. Daher ist in der Regel eine Validierung von Projektionsergebnissen kaum möglich. Bei allen Projektionen gilt, dass diese die Entwicklung der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft fortschreiben. Was wird voraussichtlich sein, wenn die Zukunft sich so entwickelt, wie die längere Vergangenheit sich bis heute entwickelt hat, einbezogen das, was wir bereits über die Zukunft, zu wissen glauben. Projektionen sind nichts mehr als eine Beschreibung dessen, was eintreten würde, wenn sich an den bisherigen Trends nichts änderte.
Dies geschieht unter einer Reihe von Annahmen z.B. zum Wirtschaftswachstum, zur Bevölkerungsentwicklung, zu den Erwerbsquoten etc. Ändert sich ein Parameter, so verändert sich zwangsläufig auch das Ergebnis.
Eine besondere Gefahr wird bei Arbeitsmarktprojektionen in der möglichen Erzeugung von "self-fulfilling prophecies" gesehen, z.B. in Form von sog. Schweinezyklen. Beispiele für solche zyklischen Arbeitsmärkte in Deutschland sind der Ingenieurberuf oder auch der Lehrerberuf. Eine Ursache für solche Entwicklungen ist das verzögerte Handeln der Arbeitskräfteanbieter.

Wie kann man „Schweinezyklen“ verhindern?

Die Verhinderung überzogener Reaktionen auf bekannte Projektionsergebnisse ist nur dann möglich, wenn die Projektionen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Nur so können die Auswirkungen einer veränderten Ausganglage berücksichtigt werden und gegebenenfalls gegengesteuert werden.

Kann der realisierte Bedarf an Erwerbstätigen größer sein als das Angebot?

Nein, eine solche Entwicklung ist definitorisch nicht möglich. Die Zahl der Erwerbstätigen kann nie größer sein als die Zahl der Erwerbspersonen (Erwerbstätige + Erwerbslose). In irgendeiner Form (z.B. Rückgang des Bedarfs, Steigerung des Angebots) wird es immer zu Anpassungsprozessen kommen, die dieses Missverhältnis ausgleichen.

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