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Nützliche Informationen und Definitionen

Um zukünftige Gestaltungsräume zu verdeutlichen, schreiben wir mit unserer QuBe-Basisprojektion Entwicklungen im Bildungs- und Erwerbssystem fort, die sich bereits heute erkennen lassen. Auswirkungen veränderter Rahmenbedingungen – wie zum Beispiel durch eine zunehmend digitalisierte Wirtschaft – lassen sich hierdurch anhand von Szenario-Analysen untersuchen.

Die Ergebnisse unserer Projektionen nach Berufen oder Qualifikationen beziehungsweise Anforderungsniveaus lassen sich im QuBe-Datenportal abrufen und sowohl im Angebot als auch im Bedarf nach Personen oder Arbeitsstunden unterscheiden. Die adjustierte Suchdauer gibt Auskunft über die Fachkräftesituation im Beruf.

Die Fachkräftesituation im Beruf wird durch den Indikator der adjustierten Suchdauer abgebildet. Berufs- und anforderungsspezifische Suchdauern geben den Zeitraum an, den Betriebe durchschnittlich benötigen, um eine geeignete Person für die Besetzung einer offenen Stelle zu finden. Im QuBe-Projekt werden Suchdauern auf Basis der IAB-Stellenerhebung nach betrieblichen Merkmalen und Merkmalen der Stelle adjustiert und als neuer Indikator für die Fachkräftesituation im Beruf verwendet. Die daraus resultierende adjustierte Suchdauer wird anhand der Entwicklung der Arbeitskräftebilanz nach Stunden (Arbeitsvolumenquote) und dem Substituierbarkeitspotenzial durch Un- oder anders Qualifizierte (Substitutionsindikator) fortgeschrieben. Die Modellierung dieses Indikators wird in nachfolgender Publikation beschrieben.

Durch die Berücksichtigung von Übergängen im Bildungssystem (zwischen unterschiedlichen Ausbildungsstätte) und zwischen Bildungssystem und Arbeitsmarkt können die QuBe-Projektionen darstellen, welche berufliche Qualifikationen das Neuangebot aus dem Bildungssystem langfristig aufweisen wird und welche Personen mit ihren erlernten Berufen langfristig aus dem Erwerbsleben verschwinden.

Das Alleinstellungsmerkmal der QuBe-Projektionen ist die Verwendung von beruflichen Flexibilitätsmatrizen. Denn nicht jede Person arbeitet während ihres gesamten Erwerbslebens in ihrem erlernten Beruf. Die berufliche Flexibilitätsmatrix gibt an, wie hoch der Anteil der Personen ist, die in ihrem erlernten Beruf verweilen (Steher) und zu welchen Anteilen sie in andere Berufe wechseln.